<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692</id><updated>2012-03-04T08:11:17.645+01:00</updated><title type='text'>Incredible India</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>21</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-2315447572401011612</id><published>2012-02-25T07:00:00.001+01:00</published><updated>2012-02-25T07:00:22.027+01:00</updated><title type='text'>4 Städte in 4 Staaten in 4 Tagen – Jaipur</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und weitergeht die Reise, diesmal besorge ich mir aber zumindest noch ein Handtuch ineiner von Delhis unzähligen Shoppingmalls, bevor ich mich zu meinem SleeperbusRichtung Jaipur begebe. Denn spätestens seit Buch &amp;amp; Film „Per Anhalterdurch die Galaxis“ sollte man wissen, dass Handtücher die wichtigsten undvielseitigsten Gegenstände unseres Planeten sind.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;DieTemperaturen sind nicht besser als in der Nacht zuvor, aber mit dem Handtuchals Decke ist zumindest der Luftstrom aus den undichten Fenstern wenigeraggressiv und ich schlafe für ein paar Stunden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Früh amMorgen erreichen wir Jaipur, die Hauptstadt des Staates Rajasthan. Frühstück,Chai, Rickshaw – alles wie gehabt. Mein Hauptinteresse gilt dem Amer Fort, ca.10 Kilometer außerhalb der Stadt, das auf einem mehrfach befestigten Berg sitztund für die außerordentliche schöne Hindu- und Rajput-Palast-Architekturberühmt ist.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Schon aufdem Weg dorthin fallen mir die vielen Elefanten auf, die wir nach und nachüberholen. Am Fuße des Berges findet sich eine ganze Herde von ihnen, teilweisemit religiösen Schutzsymbolen bemalt und alle mit Elefantentreiber und einerPassagierbank auf dem Rücken.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-ifaQOI38B4c/T0hwSU0DPTI/AAAAAAAAAKQ/raqg626LVMA/s1600/P1050757.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://1.bp.blogspot.com/-ifaQOI38B4c/T0hwSU0DPTI/AAAAAAAAAKQ/raqg626LVMA/s640/P1050757.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Immerhin900 Rupien kostet ein Ritt bergauf bis in den Innenhof des Palastes, doch ichhabe Glück: In einer großen französischen Reisegruppe geht meineZahlungsbereitschaft einfach unter, ich werde zwischen Elefantentreibern,Ramschhändlern und Touristen treppauf weitergeschoben und mit einem Franzosenmittleren Alters auf einen Elefanten gesetzt. Er ist froh über die Gesellschaftund zu Späßen aufgelegt, und so schunkeln wir scherzend an Befestigungsmauernentlang und durch breite Tore hindurch, während unser Rüsseltier gemächlichschreitend den Aufstieg meistert. Der Elefant fühlt sich seltsam warm an, dochseine Haut ist unglaublich hart und rau.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Erbaut Endedes 16. Jahrhunderts ist das Amer Fort erstaunlich gut erhalten, selbstfarbenprächtige Malereien strahlen noch mit ganzer Kraft und geben ein gutesBild, wie es sich hier als mittelalterlicher Raja gelebt haben muss. WeiteEmpfangsräume, prunkvolle Privatgemächer, einladende Bäder, sogar der ehemalsstreng bewachte Haremsbereich (denn zumindest 9 offizielle Ehefrauen waren fürdas herrschende Staatsoberhaupt die unterste Norm) stammen unverändert ausalter Zeit. Darüber hinaus ist das gesamte Areal begehbar und lädt zumeigenständigen Erkunden der verwinkelten Räumlichkeiten ein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-59NSY6iyhWA/T0hxz9qQPmI/AAAAAAAAAKY/wAH2JSI5D0Y/s1600/P1050947.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://2.bp.blogspot.com/-59NSY6iyhWA/T0hxz9qQPmI/AAAAAAAAAKY/wAH2JSI5D0Y/s640/P1050947.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;In einerSeitengasse findet sich der mamorweiße Sila Devi Tempel zu Ehren von Kali,Göttin des Todes, des Feuers und der Zerstörung. Bis in die 70er Jahre hineinwurden hier regelmäßig Ziegen geopfert, doch auf Druck der Öffentlichkeit hatman diese Praxis inzwischen ausgelagert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Währendich, meiner Schuhe entledigt, die Tempelstufen emporsteige, spricht mich einVerkäufer an. Er hat einen kleinen Stand und verkauft (nun vegetarisches)Opfergut wie Blumen, Räucherwerk, geflechtete Ketten. Ich versuche ihnabzuschütteln, doch er zeigt sich sehr hartnäckig.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;„First customer! Please buy, only little thing isenough.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Achdeshalb. Der erste Kunde ist in Indien sehr wichtig, kommt ihm hier eine Artprophezeiende Funktion zu. Wenn das erste Geschäft des Tages platzt, dann stehtder gesamte Tag unter einem schlechten Stern. Andererseits kann man das, sofernman früh genug aufsteht, bei vielen Transaktionen auch als Druckmittelverwenden. Denn der Verkäufer wird eher einen schlechten Deal eingehen, als einunheilvolles Schicksal zu riskieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und soerwerbe ich für eine läppische Summe zwei Stäbchen, auf die der dankbareOpfergabenvertreter zwei behutsam in Parfüme getränkte Wattebäuschchen steckt.Ich steige weiter hinauf, bestaune die kunstvoll geschmiedete silberneEingangstür und betrete das Heiligtum. Drinnen überreiche ich meine duftendenZahnstocher einem Priester, der diese mit feierlicher Miene der monströsen Kali-Statuezusteckt, tradionsgemäß dargestellt mit vier Armen und einer Kette ausabgetrennten Köpfen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich genießenoch eine Weile das Ambiente des Palastes, lausche meinem Audioguide undbeschließe dann, mich auf den Rückweg zu machen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-wTHCOZzQVLY/T0hzAtu-eYI/AAAAAAAAAKg/P2c-Che-24s/s1600/P1050943.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://1.bp.blogspot.com/-wTHCOZzQVLY/T0hzAtu-eYI/AAAAAAAAAKg/P2c-Che-24s/s640/P1050943.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;In Jaipurwartet der berühmte Stadtpalast mit der sagenumwobenen Hawa Mahal („Palast derWinde“) auf mich, danach wird es langsam Abend.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-MFSewAY4J0I/T0h0mpPHu_I/AAAAAAAAAKo/2gppjRaaSwM/s1600/P1060005.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://2.bp.blogspot.com/-MFSewAY4J0I/T0h0mpPHu_I/AAAAAAAAAKo/2gppjRaaSwM/s640/P1060005.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;EinSpezialität dieser Stadt sind die vielen traditionellen Kunsthandwerke, die inder Region produziert und hier verkauft werden. Die Hauptstraßen sind vollerLäden für Götterstatuen, Marmorfiguren, Seidenschals, Teppiche, Lampen, Keramikund Parfüm.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Doch diewichtigste Einnahmequelle ist die Juwelierkunst. Sie ist die beste Indiens unddarüber hinaus eine der begehrtesten der Welt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Jaipur istAsiens größter Exporteur von Gold-, Silber-, Diamant- und Edelsteinerzeugnissenund die Schaufenster quellen über vor Schmuck. Die wirklich exquisitenSchmuckstücke und konkurrenzlose Schnäppchen finden sich jedoch außerhalb derStadt, in den lokalen Manufakturbetrieben. Auf Empfehlung meinesbrasilianischen Mitbewohners, der hier ein kunstvolles Amulett aus in Silbereingefassten Halbedelsteinen gefunden hat, nehme ich mir eine Rickshaw undbesuche die umliegenden Gebiete. Ich suche nach der gleichen Fertigungstechnik,aber mit einem Ohm-Zeichen oder einer Sonne als Motiv.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-nnbvgIsTjQ4/T0h2h_-QQiI/AAAAAAAAAKw/SaM5W09YDBM/s1600/P1060011.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://4.bp.blogspot.com/-nnbvgIsTjQ4/T0h2h_-QQiI/AAAAAAAAAKw/SaM5W09YDBM/s640/P1060011.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;DieProduzenten sind sehr nett, zeigen mir ihre Werkstätten und Arbeitsweise imSchleifen und Einpassen der Steine, doch keiner kann mir mit dem gesuchtenMotiv in der gewünschten Technik weiterhelfen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Zeitdrängt und nach fünf ergebnislosen Abstechern versuchen wir einen letztenJuwelierladen mit eigener Produktion. Ich beschreibe dem Verkäufer, was ichsuche, und er zieht umgehend einen alten Schuhkarton aus einem Schrank hervor.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-bOJUs6SIRtg/T0h4om0Y6UI/AAAAAAAAALA/b7lBOWkM-vI/s1600/P1060014.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://1.bp.blogspot.com/-bOJUs6SIRtg/T0h4om0Y6UI/AAAAAAAAALA/b7lBOWkM-vI/s640/P1060014.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dengesamten Inhalt kippt er auf die Glastheke und meine Augen gleiten über dieglitzernde Ware.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Da! EinMedaillon ist genau, was ich suche, ein Ohm-Zeichen in einer Sonne aus Türkisund Lapislazuli.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nun gut,die Verhandlung ist eröffnet. Aber den First-Customer-Bonus kann ich um dieseUhrzeit vergessen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;MeinGegenspieler: Ein schleimiger Juwelier mit zurückgegelten Haaren, Schnurrbartund einem weißen Mafiaanzug, der Pablo Escobar alle Ehre gemacht hätte. DasZiel: So wenig bezahlen wie möglich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;ProfessionellFeilschen kann ich spätestens seit Goa, doch in Indien muss stets auf der Hutsein. Jetzt bloß nicht zu früh Interesse signalisieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ichstochere gelangweilt in dem Haufen Schmuck herum, fische wahllos Anhängerheraus und werfe sie zurück in die Unordnung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Setzen Siesich doch! Möchten Sie einen Chai, Sir?“ werde ich mit gelecktem Lächelngefragt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dingdingding– Runde 1: zeitliche Fixierung des Kunden durch Warten auf und Trinken einesTees. Ich nehme an.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Sofort wirdmit befehlender Geste und strengem Ton ein Mitarbeiter losgeschickt. Dann istdas künstliche Lächeln wieder da und wird auf mich gerichtet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich ziehevier bis fünf Stücke aus dem Salat, meinen geheimen Favoriten inklusive.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Ohh, Siehaben exquisiten Geschmack, Sir!“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dingdingding– Runde 2: Einschmeicheln.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Ich weißnicht. Das ist eigentlich nicht, was ich suche.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Aber doch,ja, sehr schöne Handarbeit, alles Unikate! Und eine Echtheitsgarantie für dieSteine und das Sterlingsilber gibt es noch dazu. Eine zertifizierte Urkunde mitGeld-zurück-Garantie. Denn bei mir gibt es keine Fälschungen wie in der Stadt.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dingdingding– Runde 3: Abwertung der Konkurrenz&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich nippedesinteressiert am Chai.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Naja, aberdie Farben... Da gibt es sicherlich noch schönere Exemplare.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Dannvielleicht als Geschenk für einen Freund? Ich habe auch wundervolle Ohrringe,zum Beispiel als Souvenir für die Mutter oder die Freundin.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Nein,nein. Was sind überhaupt die Preise?“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich zeigenacheinander auf alle ausgewählten Stücke, meinen Favoriten wohlwissentlichnicht als erste und auch nicht als letzte Anfrage. Der Preis für das Ohm in derSonne beträgt 6000 Rupien. Damit hat er mir verraten, dass es nicht mehr als2000 wert ist, denn zwei Drittel sind oftmals Verhandlungsspielraum.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich stürzeden Rest meines Tee hinunter und schaue den Verkäufer weiterhin unbeeindrucktan.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Alsoüberzeugt bin ich nicht. Das scheint mir alles ein bisschen teuer, habe ichschon woanders billiger gesehen. Außerdem habe ich gerade erst begonnen, michumzuschauen und bin noch für ein paar Tage in Jaipur. Ich denke, ich werdeerstmal die anderen Shops besuchen und mir dort ein Bild machen. Vielleichthaben die eher, was ich suche.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dingdingding– Runde 4: Lügen&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„MeinFreund, ich mache dir ein besonderes Angebot, Freundschaftspreis! Du bist einvernünftiger Typ, du magst Chai, du hast Geschmack. Lass uns ein Geschäftmachen!“ &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Zeit fürden ersten Schlagabtausch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Naja, alsodas Ohm-Amulett da würde ich mitnehmen, für 1500.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;DonSchnurrbart lehnt sich lachend zurück.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Aber nein,mein Freund, wovon soll ich leben? Ich kaufe die Steine und das Silber für 3000und dann muss ich noch meine Arbeiter beschäftigen. Aber ich gebe dir einenDiscount, weil ich dich mag. Für dich: 5000 Rupien!“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mein Gegnerstrauchelt, meine Taktik zeigt Wirkung. In einem normalen Fall hätte nun dasabwechselnde preisliche Aufeinanderzukommen eingesetzt, mit einem Treffen um3000 Rupien, doch aus einem Gefühl heraus beschließe ich, alles auf eine Kartezu setzen und bei meiner Geschichte zu bleiben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Nein, ichsagte doch, nicht mehr als 1500. Ansonsten ärgere ich mich nur, wenn ich morgenein billigeres oder schöneres Angebot in einer anderen Manufaktur bekomme.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„4500 istmein letztes Angebot. Sonst mache ich gar&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;keinen Gewinn.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Nun, dasist schade, aber in dem Fall werden wir uns wohl nicht einig. Ich bin sicher,in den anderen Shops werde ich etwas finden, dass eher meinem Geschmackentspricht. Aber vielen Dank nochmals für den Chai.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich stehevon meinem Stuhl auf, hänge mir meine Reisetasche um und mache Anstalten, zugehen. Gerade als ich nach der Türklinke greifen will, höre ich die befreiendenWorte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„OK. 1500.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;K.O.-Siegin Runde 4. Mit knirschenden Zähnen und gänzlich ohne Lächeln zählt meinGeschäftspartner mehrmals die drei 500er Scheine durch, unterschreibt dieEchtheitsurkunde und händigt mir meinen Anhänger aus, die symbolischeSiegermedaille.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Just-in-Time:Mit der Rickshaw geht es direkt zum Busbahnhof, und die Zeit vor Abfahrt reichtgerade noch so... für einen letzten Chai in Jaipur.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-2315447572401011612?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/2315447572401011612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/02/4-stadte-in-4-staaten-in-4-tagen-jaipur.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/2315447572401011612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/2315447572401011612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/02/4-stadte-in-4-staaten-in-4-tagen-jaipur.html' title='4 Städte in 4 Staaten in 4 Tagen – Jaipur'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-ifaQOI38B4c/T0hwSU0DPTI/AAAAAAAAAKQ/raqg626LVMA/s72-c/P1050757.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-8782725007919661768</id><published>2012-02-20T16:52:00.002+01:00</published><updated>2012-02-20T16:54:32.833+01:00</updated><title type='text'>4 Staedte in 4 Staaten in 4 Tagen – Delhi</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mit dererstbesten Rikshaw fahre ich vom Busbahnhof südlich hinein nach Alt-Delhi,eigentlich um das Red Fort zu besichtigen, doch noch bevor wir ankommen, bitteich den Fahrer anzuhalten und mich aussteigen zu lassen. Wir haben gerade ein überausimposantes Bauwerk hinter uns gelassen, das ich näher betrachten möchte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mein Reiseführerklärt mich auf, es handelt sich um Jama Masjid, die größte Moschee Indiens undeine der größten Moscheen der Welt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Da dieseaber erst ab 8 Uhr geöffnet ist, frühstücke ich vorerst in einem lokalenRestaurant. Je traditioneller, desto besser, und hier gibt es nicht einmal denVersuch einer englischsprachigen Menükarte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-hpPGi6f0pg0/T0JoV31q15I/AAAAAAAAAJg/YKG1LHNjgGM/s1600/P1050747.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://3.bp.blogspot.com/-hpPGi6f0pg0/T0JoV31q15I/AAAAAAAAAJg/YKG1LHNjgGM/s640/P1050747.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das Essenund der Chai enttäuschen mich nicht, und die Bedienung beschließt spontan, mirGesellschaft zu leisten. Nach einem gemütlichen Smalltalk ist es dann auch spätgenug für den Aufbruch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich bin dererste und einzige Tourist in dem leergefegten Hof, der über 25.000 GläubigenPlatz bietet. Hier herrscht striktes Schuhverbot, und so tapse ich barfuß überden nachtkalten roten Sandstein, aber ich vermute mal, nach der eisigenBusfahrt macht das wohl auch nicht mehr viel aus.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-9EnjlBFirNU/T0JpW8DOSZI/AAAAAAAAAJo/Q3kVH0qR1aU/s1600/P1050525.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://1.bp.blogspot.com/-9EnjlBFirNU/T0JpW8DOSZI/AAAAAAAAAJo/Q3kVH0qR1aU/s640/P1050525.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;DieArchitektur ist imposant, geradezu gigantisch, und da die gesamte Anlage aufeinem 9-Meter hohen Sockel gebaut wurde, überragt sie mühelos das restlicheDelhi. „Moschee, die auf die Welt blickt“ bedeutet Jama Masjid übersetzt, unddieser Name ist mehr als treffend.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Gebaut vonShah Jahan, dem Großmogul von Indien Mitte des 17. Jahrhunderts, überrascht eskaum, dass seine große Leidenschaft die Architektur gewesen ist. Während icheines der 40-Meter hohen Minarette zu einem rundum offenen Pavillonhinaufsteige, geht über der Stadt die Sonne auf – ein atemberaubenderAugenblick.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich knipseunzählige Fotos von den weiten Arkaden, die sich über den langen morgendlichenSchatten erheben, streife durch den hohen mittigen Iwan, und sehe dem Prachtstückaus weissem und schwarzem Marmor beim Erwachen zu.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-9wVZiNzXNTI/T0JpwCaST9I/AAAAAAAAAJw/JSQwv8EtB0Y/s1600/P1050545.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://2.bp.blogspot.com/-9wVZiNzXNTI/T0JpwCaST9I/AAAAAAAAAJw/JSQwv8EtB0Y/s640/P1050545.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der gesamteNorden Indiens atmet noch die Vergangenheit des Mogulreiches, das es innerhalbvon drei Jahrhunderten geschafft hat, bis heute überdeutliche Spuren in Kulturund Architektur zu hinterlassen. Alle Festungen und Gräber, die ich in den nächstenTagen besichtigen werde, inklusive dem weltberühmten Taj Mahal, stammen ausdieser prägenden Herrschaftsperiode islamischer Könige.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Auch dasrote Fort gehört dazu, und mit wärmenden Schuhen an den Füssen, mache ich michauf den Weg dorthin. Eine unmotorisierte Cycle-Rikshaw hält neben mir und überredetmich zum Einsteigen. Noch etwas, das man in Indien einfach gemacht haben muss.Der ältere Herr legt sich mächtig ins Zeug und strampelt sich einen Ast, dochdie quietschende Rostlaube bleibt bei mäßiger Geschwindigkeit. Nach wenigenMinuten erreichen wir das Fort, und mir kommt eine Idee. Warum eigentlichnicht?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich gebeihm ein saftiges Trinkgeld, und frage ihn anschließend, ob ich selber malprobieren dürfte, das Ding zu fahren. Er wirkt erst etwas verwirrt, dann stimmter lachend zu. Die anderen Rikshaw-Fahrer sehen ungläubig zu, wie wir die Plätzetauschen. Der anfängliche Widerstand der Pedalen ist tatsächlich schweißtreibend,doch sobald man eine bestimmte Grundgeschwindigkeit aufgebaut hat, ist eseigentlich gar nicht mehr so schwierig, diese zu halten. Bremsen dagegen schon.Vor allem bergab.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Haarscharfverfehlen wir einen Gemüsestand und kommen unter dem johlenden Applaus der wartendenTouristenführer und anderer Straßenhändler zum Stehen. Der Bremsweg warvielfach länger als erwartet, die Fahrt jedoch hat Spaß gemacht. Ich danke undgehe meiner Wege zum roten Fort, das wenige Jahre vor der Jama Masjid aus demselben roten Sandstein erbaut wurde, und dadurch seinen Namen erhalten hat.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mit einemAudioguide ausgerüstet streife ich durch das monumentale Bauwerk, übrigens das größtein Delhi, das seit den Plünderungen durch persische Truppen und durchstationierte britische Soldaten nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Trotzdemblieb noch viel zu sehen: Hallen für private und öffentliche Empfänge,Marmorpaläste, luxuriöse Privaträume, eine Moschee und kunstvoll angelegteGärten lassen erahnen wie es hier früher einmal ausgesehen hat. Daswaffenkundliche Museum beherbergt eine erstaunliche Anzahl auch deutschenKriegsgeräts, und die weitläufigen Parkanlagen versprühen eine herrliche Ruhemitten im Herzen Delhis.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-N99gtfTpLrs/T0JqI1IDVZI/AAAAAAAAAJ4/tet3ePqhA4E/s1600/P1050669.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://4.bp.blogspot.com/-N99gtfTpLrs/T0JqI1IDVZI/AAAAAAAAAJ4/tet3ePqhA4E/s640/P1050669.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Einweiteres UNESCO Weltkulturerbe ist hiermit abgehakt, und so geht es per Rikshawfür den Nachmittag nach Neu-Delhi ins Regierungsviertel. Die königlicheRajpath-Promenade, die das Arc-de-Triomphe-ähnliche India Gate mit deroffiziellen Residenz des indischen Präsidenten verbindet, steht noch ganz imZeichen des gestrigen Republic Day. Hunderte Flaggen flankieren die breite Hauptstraße,die von mehrstöckigen leeren Tribünen gesäumt ist.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-IQsQptXLwSQ/T0JrgVeFJUI/AAAAAAAAAKI/NQwvJvR-WmI/s1600/P1050730.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://1.bp.blogspot.com/-IQsQptXLwSQ/T0JrgVeFJUI/AAAAAAAAAKI/NQwvJvR-WmI/s640/P1050730.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Gestern hates hier die jährliche Militärparade gegeben, inklusive Panzer und Atombomben,mit finaler Flugshow der indischen Luftwaffe. Vor dem palastartigen Herrschaftsgebäudesind immer noch ein Dutzend Militärkamele inklusive Reiter auszumachen, aberich biege zuvor in eine Seitenallee ein, und verbringe die restlichen Stundenim „National Museum“, dem Schlüssel zu Indiens Kultur, mit Ausstellungsstückenaus über 5000 Jahren indischer Geschichte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;DieSammlung ist beeindruckend, sprengt in Ihrer Vielseitigkeit jedoch den Rahmeneiner Beschreibung an dieser Stelle. Besonders zu empfehlen sind dieMiniaturmalereien mit (hauptsächlich) religiösem Inhalt. Mit wunderschönenFarbkontrasten und filigranster Detailgenauigkeit schlägt die indische Kunstalles, was ich in diesem Genre im Abendland jemals gesehen habe.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Müde underschöpft von den vielen Eindrücken trete ich hinaus in die untergehende Sonne.Ich beschreibe einem Rikshaw-Fahrer den Abfahrtsort meines nächsten Busses, undlehne mich entspannt zurück, während wir durch Delhis abendliche Rush-Hourtuckern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Derindische Verkehr ist eine ganz besondere Erfahrung, und wenn ich jetzt an meineerste Taxifahrt in Bombay zurück denke, kann ich nur schmunzeln. Sporadischaufflammende Todesangst gehört für Ausländer anfangs einfach dazu, aber sobaldman sich einmal daran gewöhnt hat, ist alles halb so wild.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich fahrenun ja auch schon seit ein paar Wochen jeden Tag selbst zur Arbeit mit meiner treuenHonda Activa und muss sagen, dass es verdammt viel Spaß macht – trotz demWissen, dass allein in Pune jeden Tag durchschnittlich 5 Menschen auf Zweirädernums Leben kommen. In Indien muss man einfach Vertrauen haben, sonst hat mansowieso schon verloren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Hier Rollerzu fahren, fühlt sich an wie ein Videospiel. Es gibt keine Regeln. Überholelinks oder überhole rechts, ganz wie es sich gerade besser für dich anfühlt.Ampeln sind allenfalls als stimmungsvolle Lichter zu betrachten, nicht alsbindende Hinweise.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nunja, esgibt vielleicht doch ein paar Regeln, aber eher implizit angewandte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;ZumBeispiel: Der Größere hat Vorfahrt. Das bedeutet, dass die großen rumpelndenSchwertransporte und die klobigen zerdellten TATA-Busse eigentlich alles machenkönnen, worauf sie Lust haben, alle anderen werden sich schon danach richten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Eine andereRegel lautet: Hupen ist immer gut und angebracht. Auf vielen LKWs steht hintensogar „PLEASE HONK! THANK YOU!“. Das ist nicht sarkastisch gemeint, im Gegenteil,Hupen ist die indische Antwort auf die alte metaphilosophische Frage: Existiereich wirklich?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wer hupt,zeigt an, dass er da ist, darum wird immer gehupt, um den anderenVerkehrsteilnehmern klarzumachen, dass man sich ebenfalls im Universum Straßebefindet. Nur sichtbar zu sein, heißt nämlich noch lange nicht, dass mandeswegen auch ernst genommen wird. Aber ein kleines Hupen von hintenbeispielsweise sagt jedem sofort: Ich bin hinter dir, also brems nicht abrupt,vielleicht überhole ich dich auch, mach also nichts Unüberlegtes. Genauso warneich bzw. mache ich auf mich aufmerksam, beim Abbiegen, beim Überholen, und inallen anderen potenziell haarigen Verkehrssituationen. Gibt Sicherheit.Zumindest ein Gefühl davon.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;NächsteRichtlinie: Je mehr du zu verlieren hast, desto vorsichtiger fährst du. Darumwarten die teuren BMWs, Audis und Mercedes stets auf freie Fahrt, anstatt auchnur eine einzige Delle zu riskieren. Die Rikshaw-Fahrer hingegen werden jedesnoch so waghalsige Harakiri-Manöver eingehen, wenn sich eine Lücke zum Überholenauftut.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Doch dievermutlich allerwichtigste Regel lautet: Die Kuh hat IMMER Recht!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ein gläubigerHindu würde lieber eine dreißigköpfige Schulklasse auf dem Gehweh überfahrenals das Sakrileg zu begehen, eine heilige Kuh zu verletzen. Daher ist bei gemütlichauf der Straße trottenden Kühen (und diese sind keine Seltenheit!) besondereVorsicht geboten. Für Kühe auf der Fahrbahn wird immer gebremst. Für Fußgängernicht immer.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ansonstendarf man sich einfach nicht aus der Ruhe bringen lassen. Mir sind im Straßenverkehrschon folgende Teilnehmer begegnet: Fußgänger, Handkarren, Fahrräder,ochsengezogene Wagen, Mopeds, Roller, Motorräder mit bis zu fünf Passagieren,(motorisierte und unmotorisierte) Rikshaws, Autos, VANs, Busse (gerne auch mitFahrgästen auf dem Dach), LKWs, Baufahrzeuge, Trecker, Kühe, Pferde, Esel,Maultiere, Hunde, Hühner, Schafe, Schweine, Affen, Kamele, Elefanten und Strauße.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Straße“ist sowieso ein sehr dehnbarer Begriff und wird ortsabhängig auch gerne zumSchlafen, Brettspielen, Teetrinken, Wäschetrocknen oder als Verkaufsflächegenutzt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Holzauge,sei wachsam.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-8782725007919661768?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/8782725007919661768/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/02/4-staedte-in-4-staaten-in-4-tagen-delhi.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/8782725007919661768'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/8782725007919661768'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/02/4-staedte-in-4-staaten-in-4-tagen-delhi.html' title='4 Staedte in 4 Staaten in 4 Tagen – Delhi'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-hpPGi6f0pg0/T0JoV31q15I/AAAAAAAAAJg/YKG1LHNjgGM/s72-c/P1050747.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-6093901130372151433</id><published>2012-02-15T18:58:00.002+01:00</published><updated>2012-02-15T18:58:54.474+01:00</updated><title type='text'>4 Städte in 4 Staaten in 4 Tagen – Amritsar</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach einerÜbernachtung im Wartebereich von Delhis internationalem Flughafen (übrigens diegemütlichste Nacht des gesamten Trips) geht es morgens weiter mit dem Fliegernach Amritsar, spirituelles Zentrum des Sikhismus nahe der pakistanischenGrenze.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Stadtist Zeuge verschiedener historischer Proteste und deren blutiger Auflösungdurch vormals britische und in neuerer Zeit auch indische Truppen, die dieUnabhängigkeitsbestrebungen der Sikhs bisher stets zu überwinden wussten. Diesemachen gerade mal 2% der indischen Gesamtbevölkerung aus, aber hier imBundesstaat Punjab sind sie in absoluter Mehrheit, was wiederkehrend denNährboden für separatistische Bestrebungen bildet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und so istmein erster Eindruck auch geprägt von mit Stolz getragenen, üppigen Bärten undbunten Turbanen, die das gesamte Stadtbild zu beherrschen scheinen. Ansonstenwirkt der Norden allgemein etwas ärmer als die verwestlichten Städte Bombay undPune, dafür aber auch „echter“, traditioneller, authentischer.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Bevor ichmein erstes Etappenziel, den legendären goldenen Tempel, das oberste Heiligtumder Sikhs erreiche, werde ich von einem jungen Mann angesprochen, der miranbietet, mich später zur Flaggenzeremonie an die pakistanische Grenze zufahren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Er mussGedanken lesen können, das steht tatsächlich auf meiner heutigen Agenda, aber100 Rupien scheinen mir doch etwas verdächtig wenig für die einstündige Fahrtplus Wartezeit. Ich stelle ihn auf die Probe, indem ich seine Gastfreundschaftteste, lasse mir die Stadt erklären und mich durch überfüllte Straßen zumbesten einheimischen Restaurant führen, das er kennt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ein „Tout“ (wie diebetrügerischen Kundenanwerber an den Touristenorten genannt werden) hättelängst die Geduld verloren. Er bekommt seine 50 Rupien Anzahlung und wirverabreden uns für 15 Uhr zur Abfahrt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nun testeich erstmal das Lokal und gönne mir ein ausgedehntes Frühstück à la carte. DasChana Masala, das Paratha und der Chai sind tatsächlich ausgezeichnet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Vor demEingang zum Tempel befindet sich riesiges kostenloses Schuhabgabe-Center, woman rund um die Uhr sein Schuhwerk deponieren kann, da man den Sakralbau nur barfußund mit Kopfbedeckung betreten darf. Ich kaufe noch schnell einem Straßenjungeneine Art Piratentuch ab, dann eilen auch schon bärtige Turbanträger herbei, diehier ihre freiwillige Fronarbeit im Dienste Gottes verrichten, indem sie meineTreter in die verschachtelten Gängen aus Schränken, Schubladen und hölzernenFächern davontragen. Zum Tausch erhalte ich eine abgegriffene Metallplakettemit einer verschnörkelten Nummer in Hindi darauf.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Weiter gehtes zur Waschstation. Ein Imperium aus kleinen Wasserhähnen flankiert diegesamte Straße. Erst mit sauberen Händen darf man zum Fußwaschbecken vorrücken.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Was auf denersten Blick an den Eingang ins Freibad erinnert, ist hier heiliges Ritual.Unter den strengen Blicken der mit Krummschwertern bewaffneten Tempelgarde wirdin dem flachen Bassin ausgiebigst vom großen Zeh bis zum Hacken alles gewaschenund gesäubert, dazu Mantras und Gebete gemurmelt, das Wasser zum Salben undHeiligen verwendet - ja teilweise sogar getrunken.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich begnügemich jedoch damit, mein Kopftuch leicht zu benetzen und mit rutschigen Füssendie weißen Marmortreppen emporzusteigen. Der gesamte Komplex ist von jeweilseinem Tor in jeder Himmelsrichtung umschlossen, was die Offenheit der Sikhsgegenüber allen Menschen und Religionen symbolisieren soll.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Auf der anderenSeite führen die Treppen der wieder hinab in den gewaltigen rechteckigenPalasthof, der von weiteren marmornen Bauten und Mauern umschlossen ist undeinen kalten klaren See einfasst. In dessen Mitte, und nur über eine schmaleBrücke zu erreichen ragt der fein verzierte und ausnahmslos mit Gold überzogeneTempel aus dem Wasser, ein Juwel ohnegleichen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Eke094vlmyU/Tzvj5wC1iMI/AAAAAAAAAIk/7_pXmdPdVw0/s1600/P1050304.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://4.bp.blogspot.com/-Eke094vlmyU/Tzvj5wC1iMI/AAAAAAAAAIk/7_pXmdPdVw0/s640/P1050304.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Unermüdlich,ja unendlich scheint es, zieht ein Pilgerheer im Uhrzeigersinn um das riesigeBecken. Tausende Menschen trotten das Ufer entlang, einige baden zeremoniell imeiskalten Wasser, andere rasten am Rand unter den schneeweißen Arkaden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der gesamteOrt strahlt trotz der vielen Besucher einen Frieden und eine Ruhe aus, die kaumbeschreibbar ist. Dazu sickert aus den überall versteckten Lautsprechern einmystischer Gesang, der rund um die Uhr live aus dem Inneren des Tempelsübertragen wird. 24 Stunden am Tag werden die Gebete von den Hohepriesternaufrechterhalten, die Anlage schließt nie. Viele Gläubige schlafen sogar hier,während die gesungenen Mantras wie gleichförmige Wellen über dieWasseroberfläche wehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mit demersten Schritt auf den kalten Marmorweg verschmelze auch ich mit der gemächlichdahinfließenden Masse aus gläubigen Sikhs und ehrfürchtigen Pilgern, werde einsmit der Musik, der Ruhe, und der Schönheit dieses Ortes.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ein paarStunden verwehen bis ich mich an die Abmachung mit meinem Stadtführer erinnere,dann mache ich mich auf den Rückweg, hole meine Schuhe ab und finde mich amverabredeten Platz ein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Vor Ortwartet bereits australischer Backpacker auf den gleichen Transport. Wirverstehen uns gut, tauschen Reiseanekdoten aus, witzeln über kulturelle Fauxpasund Fettnäpfchen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dannerscheint der junge Mann wieder, mit acht weiteren indischen Touristen imSchlepptau. Durch den zähen Verkehr drängeln wir uns bis in ein nahegelegenesParkhaus, wo uns ein zahnloser Fahrer vor einem rostigen Jeep willkommen heißt.Ich beginne langsam zu verstehen wie der unschlagbar günstige Preis zustandekommt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dann sitzenwir auch schon zu dritt auf dem Beifahrersitz, der Rest quetscht sich weiß Gottwie auf die hinteren Plätze. Aufgrund des akuten Sauerstoffmangels, der Wärme,und der Nacht auf dem Flughafen falle ich noch vor Verlassen der Stadt in einenbetäubten Schlaf. Von einer Sekunde auf die andere sind wir an der Grenze zuPakistan, laufen den letzten Kilometer über einen militärisch abgeriegeltenHighway zum Grenzposten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Hier wirdjeden Abend feierlich die offizielle Grenzschließung inklusive Fahnenappell zumSonnenuntergang zelebriert, was sich im Laufe der Zeit zu einemvolksfestartigen Spektakel entwickelt hat. Längst wurden riesige steinerne Zuschauertribünenin Form eines römischen Theaters für die jubelnde Menge an Schaulustigeninstalliert.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-TZaBi3l0OhI/Tzvk1YBsgRI/AAAAAAAAAIs/tpvnyDr4FlQ/s1600/P1050359.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://4.bp.blogspot.com/-TZaBi3l0OhI/Tzvk1YBsgRI/AAAAAAAAAIs/tpvnyDr4FlQ/s640/P1050359.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Doch eineshabe ich nicht bedacht: Es ist der 26. Januar, Republic Day.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Genau vor 62 Jahren ist die Verfassung der unabhängigenindischen Republik in Kraft getreten, ein offizieller Feiertag. Das bedeutet, dass heute noch mehr stolzeInder gekommen sind, um „Hindustan“ zu loben und nebenbei noch den ErzfeindPakistan in Grund und Boden zu schreien, das auf der anderen Seite die exaktgleichen Zuschauertribünen errichtet hat, um in dem kindischen Spektakelmithalten zu können.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;SämtlichePlätze sind hoffnungslos überbevölkert, es werden bereits Hunderte von Menschenam Eingangstor abgewiesen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Doch wirhaben Glück: Ausländische Besucher werden auf die reservierte VIP-Reihegelassen, und so werden auch mein australischer Freund und ich nach kurzerGesichtskontrolle vom Militär am Sonderposten durchgewunken und ganz nach vornegeführt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dort sinddie Feierlichkeiten bereits voll im Gange: Eine traditionelle Tanzgruppe wirdvon volkstümlicher Live-Musik begleitet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-48ARheqzMtM/TzvmkJOq_7I/AAAAAAAAAI0/b8lYsHUajAY/s1600/P1050403.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://3.bp.blogspot.com/-48ARheqzMtM/TzvmkJOq_7I/AAAAAAAAAI0/b8lYsHUajAY/s640/P1050403.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die in kunterbunte Saris gekleideten Frauensingen, klatschen und drehen sich, bis die Musik aus den Lautsprechernplötzlich zu bekannten Bollywood-Rhythmen umschlägt und die Tänze wilderwerden. Die Menge tobt, brüllt und feiert sich, überall werden im Takt derMusik Flaggen geschwenkt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Danachbetritt eine Kinderschar im Grundschulalter die Bühne, um die Geschichte derUnabhängigkeit Indiens nachzuspielen, inklusive grausam mordender Briten undGandhi mit Wanderstab.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der finaleAkt in geht in tosendem Applaus unter, die Kinder verneigen sich und alle Augenblicken zu den brüderlich nebeneinander wehenden Bannern Indiens und Pakistans.Das Flaggenkommittee wird unter grölenden Rufen und den aufheizendenKommentaren eines Moderators vereidigt, bevor es zur Grenzlinie galoppiert.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-LO1Io8MKnQo/TzvpdXY2FlI/AAAAAAAAAI8/mTMoWbFVCL4/s1600/P1050427.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://3.bp.blogspot.com/-LO1Io8MKnQo/TzvpdXY2FlI/AAAAAAAAAI8/mTMoWbFVCL4/s640/P1050427.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Galoppierennicht wegen etwaigen Pferden, sondern deshalb, weil das Marschieren in denleicht lächerlich wirkenden Uniformen je prestigeträchtiger sein soll, destohöher man die Beine dabei hebt – manche hauen sich regelrecht ihr eigenes Knieins Gesicht. Mir kommen dabei augenblicklich Monthy Pythons „SillyWalks“-Sketche in den Sinn, alle anderen schauen fasziniert und stolz brüllendzu.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;UnterTrompetenschall werden die Flaggen gleichzeitig Stück für eingeholt, gefaltet,und mit elterngleicher Fürsorge zurückgetragen. Die Grenze ist nun offiziellbis zum Sonnenaufgang geschlossen. Der Jubel brandet in der Treppentribüne,dann wird wieder Musik gespielt und die Leute springen tanzend und feiernd aufden zuvor abgesperrten Mittelweg.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach dem überschwänglichenSpektakel schnappe ich mir meinen Kollegen von Down-Under und wir brausen imüberfüllten Jeep zurück nach Amritsar. Diesmal ist die Stimmung ausgelassen,wir singen Bollywood-Songs, die mir mehr und mehr vertrauter werden und teilenunterwegs gekaufte Snacks.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Stadtist bereits in tiefschwarze Nacht gehüllt und ich mache mich nochmals auf zumGoldenen Tempel.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Vor der zeremoniellen Waschung kaufe ich auf Anweisung meinerKollegen bei ZF India noch mehrere eiserne und goldene Bangles an einem kleinenSeitenstand, das sind die typisch indischen Armreifen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Sie werden mich aufmeiner Reise stets begleiten und alle besichtigten Heiligtümer physischberühren. Ein Teil der spirituellen Energie - auch völlig fremderGlaubensrichtungen - soll so auf das Schmuckstück und dessen Träger übermitteltwerden. Meinen Chef Ravisu und meine Kollegin Paromita habe ich seit meinerRückkehr zu keinem Zeitpunkt ohne den schützenden Talisman am Handgelenkangetroffen, und da ich mehrere verschiedene Größen besorgt habe, ist sogarRavisus 4jähriger Sohn bestens versorgt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Auf demGelände herrscht eine gespenstische Stimmung und das nachtschwarze Wasser liegtschwer in dem marmorweißen Innenhof, der im Schein des Halbmondes ätherischleuchtet. Und wieder ist es der raunende Gesang der Mantras, der den gesamtenEindruck abrundet und auf seltsame Art und Weise mit Magie erfüllt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-myDnBzqi2EE/Tzvqh5nKV0I/AAAAAAAAAJE/j0a_GVMU2mY/s1600/P1050505.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://2.bp.blogspot.com/-myDnBzqi2EE/Tzvqh5nKV0I/AAAAAAAAAJE/j0a_GVMU2mY/s640/P1050505.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Es sindkaum noch Menschen zu sehen und daher beschließe ich, nun endlich auch dasInnere zu besichtigen. Im Gänsemarsch geht es über den schmalen und reichverzierten Marmorsteg bis zum stockenden Eingang. Immer wieder werfen sichGläubige vor der Türschwelle auf den Boden, eine Geste ehrfürchtigen Respekts.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Auch ichberühre die Türschwelle mit der (guten) rechten Hand, mache aus Mangel anAlternativen eine Bekreuzigungsgeste und trete in den funkelnden Minipalast.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;ImInnern finde ich nun auch endlich den Ursprung der Gesänge: Drei Hohepriestersitzen hinter einem überdimensionierten Buch, der Heiligen Schrift der Sikhs,und rezitieren unermüdlich dessen Verse, dazu werden Musikinstrumente gespieltund die Spenden von den Pilgern eingesammelt, die pausenlos auf ausgelegtesamtrote Kissen regnen und in blütengefüllte silberne Schalen wandern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dutzendevon Menschen sitzen mit geschlossenen Augen leise mitbetend oder stillmeditierend in den Ecken. Während mich die Masse an nachrückenden Besuchernweiterschiebt, muss ich aufpassen, niemandem auf Hände oder Füße zu treten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dergegenüberliegende Ausgang führt auf eine halbrunde Veranda, von der aus man dasheilige Seewasser abschöpfen darf. Auf dem rutschigen Marmor stehen ganze Großfamilientrinkend und weihend, manche füllen kleine Philiolen für den heimischenGebrauch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Während ichmir ebenfalls einen Schluck gönne, schwimmen im Scheinwerferlicht mächtige Koisund Goldfische vorbei wie schwerelos gleitende Fleischpakete.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dann lasseich mich ebenfalls an der Außenfassade nieder, atme die sandelholzgetränkteLuft ein und schließe die Augen. Die gesamte Atmosphäre und deren Wirkung aufden Geist ist unbeschreiblich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nachunschätzbarer Zeit stehe ich auf, kehre in den Innentempel zurück und steigedie hohen Treppen hinauf. Auch hier ist alles aus einwandfreiem weißen Marmorgefertigt, der erste Stock ist komplett mit rotem Teppich ausgelegt und dieWände beherbergen eine Vielzahl an Regalen mit Kopien und Übersetzungen der HeiligenSchrift, die von den Pilgern ausgeliehen und studiert werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Im Zentrumbefindet sich eine kreisrunde Tribüne, von der aus man auf das heilige Zentrum,die Hohepriester mit dem gewaltigen Kodex, hinunterblicken kann. Auch hiersitzen überall Menschen tief in Kontemplation versunken, tauchen meditierend indie Musik, in sich, in Gott selbst ein. Ich tue es ihnen gleich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach einerbetörend langen Stunde verlasse ich das Heiligtum wieder, schweren Herzens undmit langsamen Schritten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Zurück amUfer gibt es eine gesegnete Speise für jede bittende Hand. Die warme breiigeMasse schmeckt süß und nahrhaft, eine einfache Zubereitung aus Getreide undHonig, aber sie tut gut und macht meinem Magen Lust auf mehr.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;In einerhinduistischen Gesellschaft, in der Kasten- und Geschlechtszugehörigkeit einen Großteilder Menschen entrechten, hat sich der Sikhismus als eine Gegenbewegungentwickelt, die niemanden mehr diskriminiert, und damit große Popularität inden unterprivilegierten Schichten der Bevölkerung erlangt, wurde jedoch immerwieder gewaltsam unterdrückt, sowohl von Hindus als auch von Muslimen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;EinCharakteristikum der sozialen Offenheit dieser Religion sind die öffentlichen Speisesäle,die sich bei jedem Tempel finden und kostenlose Mahlzeiten für alle anbieten, ohnegesellschaftliche Trennung. Hier werden täglich tausende Münder mithilfefreiwilliger Köche und Tellerwäscher gestopft, und auch ich will probieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich spendeeine kleine Summe, nehme mir ein Tablett mit Schüssel und lasse mich nach demHändewaschen in der riesigen Halle nieder, auf der erstbesten freien Mattezwischen zwei indischen Familien. Ein Essenausteiler wirft mir im Vorbeigehenzwei Chapatis auf das Tablett und haut eine Kelle Dhal in meine Schüssel.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dhal istdas Standardgericht der armen Leute, ein stark gewürzter Brei aus allen Artenvon eingekochten Hülsenfrüchten und Gemüse, je nach dem, was gerade verfügbarist. Ausschließlich mit der rechten Hand reiße ich nun meine Chapati-Fladen inmundgerechte Happen, belade sie mit Dhal und genieße mein typisch indischesAbendessen zwischen Menschen, die mir nicht fremder sein könnten, und mit denenich doch mehr teile als Nahrung und Platz allein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dann beeileich mich zurück zur Schuhausgabe und bin pünktlich kurz vor Mitternacht amBusbahnhof, wo mein Sleeper Bus schon auf die Abfahrt nach Delhi wartet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Es wirdschlimmer als Hampi.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Anfangsnoch froh über den geräumigen Liegeplatz muss ich schnell feststellen, dass dieZelle für zwei Personen gedacht ist, und mein Kajütengenosse entpuppt sich alsübergewichtiger Inder mit besorgniserregender Schlafapnoe.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach etwaeiner halben Stunde bedrängten Ohrensausens mache ich die nächste folgenschwereEntdeckung: Undichte Fenster, die mit zunehmendem Fahrtwind undfortschreitender Nacht mehr und mehr eiskalte Luft einlassen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Da magjetzt einer denken: „Der hat gut Reden, sitzen wir bei zweistelligen Minusgradenin Europa und der beschwert sich über schlechtes Wetter in Indien.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Aber manmuss bedenken, dass der Punjab im kontinentalen Nord liegt und die nächtlichenTemperaturen im Januar zwischen 2 und 4 °C liegen. Außentemperatur ist beirundum offenen Fenstern mehr oder weniger gleich Innentemperatur, sodass ichnach einer weiteren halben Stunde meine Füße nicht mehr spüre und mitsteifgefrorenen Fingern meine T-Shirts aus der Reisetasche fische, um so etwaswie eine improvisierte Patchwork-Decke auf meine dünne Jeans zu legen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Eineweitere zittrige Stunde später bin ich bereits so verzweifelt auf der Suchenach Wärme, dass ich bedächtig an meinen schnarchenden Bettgenossen heranrutsche, der natürlich prompt aufwacht und verärgert die Kabine verlässt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mehr Platz,mehr Durchzug, mehr Kälte, und noch keine Spur von Delhi. Ich versuche dieLücken mit meinen Socken zu stopfen, knete meine tauben Zehen und verfluchemeine unvollständige Reiseausrüstung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Diese Nachtschlafe ich keine Sekunde, doch der heiß dampfende Chai, den ich am nächstenMorgen früh um 6 in Delhi an einem notdürftig zusammengezimmerten Straßenstandtrinke, ist der beste meines Lebens!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-HZutscIzxQ4/TzvyJ8c_B_I/AAAAAAAAAJU/M4qLwoPTw4U/s1600/P1060018.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://4.bp.blogspot.com/-HZutscIzxQ4/TzvyJ8c_B_I/AAAAAAAAAJU/M4qLwoPTw4U/s640/P1060018.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-6093901130372151433?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/6093901130372151433/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/02/4-stadte-in-4-staaten-in-4-tagen_15.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/6093901130372151433'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/6093901130372151433'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/02/4-stadte-in-4-staaten-in-4-tagen_15.html' title='4 Städte in 4 Staaten in 4 Tagen – Amritsar'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-Eke094vlmyU/Tzvj5wC1iMI/AAAAAAAAAIk/7_pXmdPdVw0/s72-c/P1050304.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-6217814912953685890</id><published>2012-02-08T15:36:00.003+01:00</published><updated>2012-02-08T15:40:41.492+01:00</updated><title type='text'>4 Städte in 4 Staaten in 4 Tagen – Prequel</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wenn ich anmeinen Trip nach Nordindien denke, gibt es keine konstante Erinnerung, keinenchronologischen Film, den ich vor- oder zurückspulen könnte, sondern es kommenmir Momente und Situationen in den Sinn, die für diese Reise prägend waren -wie ein Mosaik aus lauter kleinen bunten Augenblicken, die ein Gesamtbild von unschätzbareminneren Wert bilden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-puZ6z311_A4/TzKFC3L1OxI/AAAAAAAAAIM/W8qyH5y_0KI/s1600/P1050918.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://4.bp.blogspot.com/-puZ6z311_A4/TzKFC3L1OxI/AAAAAAAAAIM/W8qyH5y_0KI/s640/P1050918.JPG" width="534" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Schon derBeginn der Reise ist mir deutlich im Gedächtnis geblieben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die letztendrei Tage hatten mein Boss, zwei HR-Kollegen und ich bereits auf die gleicheWeise zugebracht:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Jeden Morgenfahren wir jeweils zu einer anderen Hochschule im Grossraum Pune, trinken Chaimit den Rektoren und laden anschließend die notenmäßig besten 100Ingenieursabsolventen zu unserem Recruiting-Tag ein. In großen Aulen und Kinosälensitzen dann die Entwickler und Manager von morgen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;IndischeUnis kann man aber schlecht mit europäischen vergleichen. Schon beim Eintretenin den Raum wird das deutlich, als alle uniformierten Studenten mit Hemd undKrawatte hochdiszipliniert von ihren Sitzen aufspringen und ein „Good morning,Sirs!“ im Chor durch den Raum wehen lassen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach der üblichenBegrüßungsrunde war ich dann an der Reihe, den offiziellen Vortrag zu beginnenund als offensichtliche deutsche Leihgabe über die ZF Group zu referieren:Firmengeschichte, Standorte, Kennzahlen, Kunden, Produkte, Unternehmenskulturgehören ebenso dazu wie die Beantwortung von Publikumsfragen, die mich manchmalschon ganz schön ins Schwitzen bringen, z.B.:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Warum sinddie Deutschen so gut in Technik?“ oder „Wie wird der hohe Qualitätsgraderreicht?“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Präsentationvon ZF India übernimmt dann wieder mein Chef Ravisu, genauso wie die Ausführungenüber das Internationale Traineeprogramm, das den technisch ausgerichtetenStudenten erlaubt, diesen Herbst im begehrten Deutschland ihre ersten Projektezu starten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Doch die Konkurrenz ist hoch und Ende des Tages bleiben von den 100höchstens noch 10 übrig, die in späteren Runden noch gegen die anderenColleges, ja letztendlich sogar gegen alle Kandidaten weltweit antreten müssen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;FünfStudenten räumen noch vor Beginn der Gruppendiskussionen mit ernsten Mienen dasFeld. Sie würden gerne teilnehmen, aber sie sind das einzige Kind ihrer Eltern.Die Familie würden ihnen nie erlauben, das Land zu verlassen, zu wichtig istdie Stellung die sie einnehmen, sowohl aus rituell-religiösen als auch aus reinpragmatischen Gründen. In Indien existiert ein Rentensystem bisher&amp;nbsp;allein fürBeamte, alle anderen sind auf den Nachwuchs angewiesen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;IhreKommilitonen sind trotzdem noch zahlreich, wir teilen Sie in Gruppen ein undlassen alle gestaffelt über verschiedene Themen diskutieren, nehmen die bestenin die nächste Runde, bis wir uns am Ende des Tages nach 3 Durchgängen erschöpftauf 10 Favoriten einigen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-HECMmHj1xPg/TzKHPR-p2eI/AAAAAAAAAIU/XW1-jtDIG7U/s1600/P1050285.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://2.bp.blogspot.com/-HECMmHj1xPg/TzKHPR-p2eI/AAAAAAAAAIU/XW1-jtDIG7U/s640/P1050285.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Davor habenwir alles gesehen, von schüchtern bis aggressiv, von brüchigem Englisch bis zumeloquenten Verkaufstalent, vom innovativen Denker bis zum empathischenGruppensprecher.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Für michist es spannend, mal auf der anderen Seite zu sitzen und zu merken, was tatsächlichgut ankommt. Geht es wirklich darum, die Argumentationskette um jeden Preis zugewinnen oder sind andere Faktoren nicht viel wichtiger? Wie strahlt manDurchsetzungsvermögen aus, auch ohne jemandem unhöflich das Wort abzuschneiden?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Auf dieseund viele weitere Fragen finde ich Antworten in den guten und schlechtenBeispielen direkt vor meiner Nase. Und nach jeder Runde haben wir vier ZFler unabhängigvoneinander fast immer die gleichen Eindrücke und Empfehlungen bezüglich derKandidaten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;DochSchockschwerenot – schon so spät! Mein Flieger geht in anderthalb Stunden!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mitquietschenden Reifen rast mein Chef über die dämmernden Straßen, bestehtdarauf, mich persönlich am Flughafen abzuliefern, da ich es per Rikshaw nichtschaffen würde. Da könnte er Recht haben. Kurzerhand tausche ich auf dem RücksitzAnzug und Krawatte gegen T-Shirt und Jeans aus – den verdutzten Blicken einigerMotorradfahrer an der nächsten Kreuzung zum Trotz.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und wirkommen rechtzeitig...&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-5K8kjhf3D1A/TzKIPwVABdI/AAAAAAAAAIc/xI6QMfiZoik/s1600/P1060175.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://1.bp.blogspot.com/-5K8kjhf3D1A/TzKIPwVABdI/AAAAAAAAAIc/xI6QMfiZoik/s640/P1060175.jpg" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-6217814912953685890?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/6217814912953685890/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/02/4-stadte-in-4-staaten-in-4-tagen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/6217814912953685890'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/6217814912953685890'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/02/4-stadte-in-4-staaten-in-4-tagen.html' title='4 Städte in 4 Staaten in 4 Tagen – Prequel'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-puZ6z311_A4/TzKFC3L1OxI/AAAAAAAAAIM/W8qyH5y_0KI/s72-c/P1050918.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-7332106440629149513</id><published>2012-01-22T16:52:00.001+01:00</published><updated>2012-01-22T18:02:52.982+01:00</updated><title type='text'>Hampi II</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Am nächstenMorgen geht es früh aus den Federn, heute möchte ich den Rest desUNESCO-Weltkulturerbes besichtigen, das größtenteils außerhalb der Stadt liegt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich miete mir eine Rikscha inklusive Fahrer für einen halben Tag und los gehtdie Tour über staubige Straßen durch die tropische Flora, hin zu unzähligenTempeln, turmbewehrten Festungen, gut versteckten Kellergewölben, weitläufigenParkanlagen, adeligen Wohnquartieren und kunstvollen Badehäusern, die seitanderthalbtausend Jahren der Witterung trotzen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-bo4fm15hMVQ/Txwkqu1cZQI/AAAAAAAAAHc/kclu9h2_fYY/s1600/P1040559.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://2.bp.blogspot.com/-bo4fm15hMVQ/Txwkqu1cZQI/AAAAAAAAAHc/kclu9h2_fYY/s640/P1040559.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Bei jederStation erklärt mir mein Fahrer in ein paar kurzen Sätzen die Architektur undden historischen Hintergrund, dann gehe ich mit Kamera im Anschlag auf Entdeckungstour,während er mit seinen Kollegen schwatzt oder auf der Rückbank döst, bis ichalles erkundet habe.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und überalltreffe ich wieder Horden von Schulkindern und anderen indischen Touristen, diemich anfassen oder ein Foto mit mir machen möchten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Happy NewYear! Where are you from?“ schallt es aus allen Richtungen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-qlPPp6bZlcA/TxwlhVKCrXI/AAAAAAAAAHk/rePeO_TYsB8/s1600/P1040555.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://1.bp.blogspot.com/-qlPPp6bZlcA/TxwlhVKCrXI/AAAAAAAAAHk/rePeO_TYsB8/s640/P1040555.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;DieVIP-Gefühle vom Vortag flammen wieder auf, doch als nach dem zehnten Foto immernoch mehr Menschen auf mich zuströmen und ich bereits von mehr als hundertneugierigen Augen umringt bin, beschließe ich dann doch, den taktischen Rückzuganzutreten und die nächste Station anzusteuern. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-1-Hy7lXVGZA/TxwveWlHCwI/AAAAAAAAAH8/1jfxE_mp0L4/s1600/P1040499.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://3.bp.blogspot.com/-1-Hy7lXVGZA/TxwveWlHCwI/AAAAAAAAAH8/1jfxE_mp0L4/s640/P1040499.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach 5Stunden haben wir sämtliche Sehenswürdigkeiten der Umgebung abgeklappert, meinWasser ist alle, die Speicherkarte voll, und der erste Sonnenbrand kündigt sichkneifend in meinem Nacken an.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Als ichzurück in Hampi auf die Hauptstraße trete, laufe ich noch vor verabredeter ZeitBabu in die Arme.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Da erMoslem ist, begrüße ich ihn mit einem herzlichen „Salem Aleikum.“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Wa Aleikumsalaam.“ erwidert er traditionsgemäß mit einem freudigen Lächeln im Gesicht,das seine blitzweissen Zähne unter dem dichten Schnurrbart entblößt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;SeineTaschen quellen über vor Götterstatuen, Bambusflöten, kunstvoll geschnitztenSchmuckschatullen, duftenden Fächern aus Sandelholz, und anderen Souvenirs, dieheute, am ersten Tag des neuen Jahres, immer noch wenige Abnehmer in der leergefegten Stadt finden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Meine Frauweiß Bescheid, dass du kommst, sie kocht extra etwas mehr. Aber noch ist Zeitbis zum Mittagessen und heute ist nichts los. Komm, wir trinken einen Chaizusammen.“ Nichts dagegen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Am Teestandleistet uns Babus zwölfjähriger Sohn Rafik Gesellschaft, der bereits die exaktgleichen Güter wie sein Vater umgeschnallt trägt und ebenfalls nachinteressierten Touristen Ausschau hält. Die Familie ist auf die Einnahmenangewiesen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nacheiniger Zeit machen wir drei uns auf den Weg zu Babus Haus, das ca. eine halbeStunde außerhalb des touristischen Hampi liegt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-iHFAgPY0XKA/TxwtN6kO4HI/AAAAAAAAAH0/Kpvjrx52CP4/s1600/P1040568.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://2.bp.blogspot.com/-iHFAgPY0XKA/TxwtN6kO4HI/AAAAAAAAAH0/Kpvjrx52CP4/s640/P1040568.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der Weg ist schön, führt uns anFlussufern, märchenhaft zugewucherten Tempelruinen und massiven Felsbrockenvorbei, bis wir eine ländliche Siedlung erreichen, in der uns Kinder spielendund lachend voraus rennen, Esel träge ihr Heu kauen, und die Frauen in buntenSaris gerade die Wäsche zum Trocknen in der Mittagshitze aufhängen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wirerreichen ein niedriges Haus mit einem kleinen ummauerten Vorhof. Dort ziehenwir unsere Schuhe aus, und ich wasche mir, dem Vorbild Babus folgend, Füße,Hände und Gesicht. Fließend Wasser gibt es nur morgens für zwei Stunden am Tag,darum schöpfen wir das kühle Nass aus einem großen Eimer im Schatten desHauses. Die Erfrischung tut gut und so langsam spüre ich auch einen kleinenHunger.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das „Haus“hat gerade einmal zwei Zimmer. Ich begrüße Babus Frau, die soeben aus der Küchetritt, und lasse mich im Hauptraum auf dem Boden nieder. Stühle oder Tischegibt es nicht, die Familie braucht den Platz zum Schlafen. Hinter der Türlagern noch mehr von Babus Waren und bearbeitbare Rohmaterialien. Sieben Tagedie Woche bringt er morgens bis abends auf den Straßen Hampis zu, nur zumMittagessen geht er nach Hause, und bei Einbruch der Nacht schnitzt er neueHolzflöten und Schmuckkästchen für den Verkauf.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Babus Frauserviert zuerst mir, dann Babu, dann Rafik, und zuletzt den zwei kleinenNachbarkindern, die neugierig auf den fremden Besuch waren, die Gerichte. Sieselbst hat mit dem Essen zu warten bis die Männer im Haus mit ihrem Mahl&amp;nbsp;fertig sind.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das mirunbekannte vegetarische Reisgericht mit Gemüse ist unglaublich gut, dazu gibtes Kokosnuss-Chutney, Chapatis und einen scharfen Currytopf. Im Schneidersitzschlemme mich durch die verschiedenen Platten, trinke meinen Chai und plauderemit Babu und Rafik, bis ich mit höflichem aber deutlichem Nachdruck den drittenNachschlag verweigern muss und mich gesättigt zurücklehne.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die einzigeSchwierigkeit besteht darin, dass es kein Besteck gibt. Sämtliche noch sosaftige Happen müssen also mit der rechten Hand (denn die linke istausschließlich für unreine Tätigkeiten zu verwenden!) zusammengepresst, in dieHandfläche gelegt und mit dem Daumen in den Mund befördert werden. DieNachbarkinder schauen mir neugierig zu wie ich einige unsaubere Anläufe brauchebis mir die Technik endlich gelingt. Am Schluss gibt es noch eine kleineBaby-Banane, die süßer schmeckt als alle Exemplare, die ich jemals zuvorprobiert habe.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das sinddie Erlebnisse, die für mich das Alleinereisen so spannend machen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;LetztesWochenende haben wir zu fünfzehnt in Goa verbracht und hatten natürlich eineMenge Spaß in unserer großen Gruppe. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Für faule Strandtage und exzessivePartynächte mag das sicherlich die bessere Variante sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Aber für das echteEintauchen in eine andere Kultur ist man auf sich allein gestellt viel offenerund empfänglicher für spontane Impulse. Nicht nur weil man sich viel freier undunabhängiger bewegen kann, sondern auch weil man freiwillig oder zwangsläufig mit viel mehr anderen Menschen in Kontakt kommt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Alleine reisen heißt nicht alleine sein –vor allem nicht in so einem überbevölkerten Land wie Indien. Man weiß nie waspassiert...&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach demEssen durchlaufen wir noch einmal dieselbe Waschprozedur, was nach dem ganzenGemantsche mit den Fingern auch durchaus Sinn macht, dann begeben wir uns auf den Rückweg, der uns wieder in das von unzähligen Affen&amp;nbsp;behauste Hampi bringt - etwas außerhalb gibt es sogar einen "Monkey Temple", der den bepelzten Kleingangstern und ihrer hinduistischen Entsprechung, dem Gott Hanuman, gewidmet ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-UOk-8GH1CvI/TxwwPikkCEI/AAAAAAAAAIE/jK0wVanUxBY/s1600/P1040333.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://1.bp.blogspot.com/-UOk-8GH1CvI/TxwwPikkCEI/AAAAAAAAAIE/jK0wVanUxBY/s640/P1040333.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Zurück inder Stadt verabschieden wir uns brüderlich – ich bin immer noch überwältigt ob deroffenherzigen und selbstlosen Gastfreundschaft, die ich hier erfahren habe.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„In Indiensind Gäste zu behandeln... wie Gott. Das ist eine alte Tradition, die im ganzenLand und in allen Schichten verbreitet ist, aber in den großen Städten langsamverloren geht.“ erklärt Babu.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dann drücke ich ihm ein letztes mal die Hand,sage Lebewohl, und nehme den Bus nach Hospet, um von dort aus meinenvollklimatisierten Luxusbus zurück nach Pune zu besteigen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Mrs.“Schilske schaut über den eingebauten Bordfernseher noch eine Bollywood-Komödieauf Hindi an, dann versinke ich sanft schaukelnd in einen süßen Schlaf, dermich über Nacht bis nach Hause trägt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Busfahren kann ja so entspannend sein!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-7332106440629149513?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/7332106440629149513/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/hampi-ii.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/7332106440629149513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/7332106440629149513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/hampi-ii.html' title='Hampi II'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-bo4fm15hMVQ/Txwkqu1cZQI/AAAAAAAAAHc/kclu9h2_fYY/s72-c/P1040559.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-7625382949199946749</id><published>2012-01-19T19:13:00.002+01:00</published><updated>2012-01-19T19:13:24.166+01:00</updated><title type='text'>Hampi I</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-795l-qJ4iKA/TxhY2JwCpWI/AAAAAAAAAGo/axgR3nYZGZ4/s1600/P1040516.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://1.bp.blogspot.com/-795l-qJ4iKA/TxhY2JwCpWI/AAAAAAAAAGo/axgR3nYZGZ4/s640/P1040516.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Umgeben vonBananenplantagen, Kokosplamen und pastellroten Felsen liegt die überschaubarefriedfertige Stadt Hampi mit ihren einladenden Obstständen, Handwerksläden undDachrestaurants. Die Hauptstraße führt zur großen Tempelanlage im Westen, derendominierender Hauptturm aus dem 7. Jahrhundert die gesamte Stadt überblickt,und im Norden grenzt ein breiter Fluss an die Siedlung, in dem der hiesigeTempelelefant jeden Morgen ein ausgiebiges Bad nimmt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Es riechtnach frischen Früchten, Sandelholz und Chai; aus einer schmalen Gasse dringenindigene Trommelrhythmen und eine melodische Bambusflöte, und ich binüberrascht wie wenig Touristen zu sehen sind. Außer einer älteren Schwedin, dieich im Bus kennengelernt habe, sind im Stadtbild keine Weißen zu sehen,vermutlich alle in Goa, das auf gleicher Höhe wie Hampi liegt, aber an derKüste des Arabischen Meeres, ca. 250 Kilometer westlich.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich beginneden Tag wie ich jeden guten Tag in einer neuen Stadt beginne – mit einem süßenheißen Chai. Der Ausblick vom bunt gestrichenen Dachrestaurant ist fantastisch,die Sonne wärmt angenehm die müden Glieder, und die Ruhe, die dieser Ortausstrahlt, ist Balsam für meine Seele nach der anstrengenden Reise.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-UmvR_Pw4rrc/TxhaCEe0y8I/AAAAAAAAAGw/pGXm9mso5Yc/s1600/P1040427.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://2.bp.blogspot.com/-UmvR_Pw4rrc/TxhaCEe0y8I/AAAAAAAAAGw/pGXm9mso5Yc/s640/P1040427.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich habemit vielen darüber gesprochen, was dieses Fleckchen Erde so besonders macht:vielreisende Touristen, andere Praktikanten, Inder aus den großen Städten sowieEinheimische, die nie aus der näheren Umgebung heraus gekommen sind – und fürjeden hat Hampi eine besondere Bedeutung, ist für einige gar gleichzusetzen mitdem Taj Mahal in Agra oder dem goldenen Tempel in Amritsar. Es ist nicht nurdie idyllische Natur, das reiche kulturelle Erbe oder das angenehme Klima, esist das, was dieser magische Ort unmerklich mit einem anstellt. Er legt einenzeitlosen Zauber auf jeden, der hier verweilt und die Aura von gleichsamSchönheit und Vergänglichkeit in sich aufzunehmen vermag.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-P4sMctl08dI/Txhaww1BqxI/AAAAAAAAAG4/tCJ55pjbyoI/s1600/P1040260.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://4.bp.blogspot.com/-P4sMctl08dI/Txhaww1BqxI/AAAAAAAAAG4/tCJ55pjbyoI/s640/P1040260.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ichbesichtige den zentralen Virupaksha-Tempel, der vor indischen Schulklassen nurso wimmelt, von denen manche anscheinend sehr selten weiße Menschen zu Gesichtbekommen. Dreißig Münder schreien mir „Hi! How are you? What is your name?“entgegen, unzählige Hände winken oder wollen mit mir einschlagen, während sieim Gänsemarsch hinter ihren Lehrern einhertrotten. Selbst letztere kommenaufgeregt auf mich zu, erzählen von ihren Fächern und wollen mehr über Europawissen. Die Ausflügler stammen alle aus Karnataka und fahren noch am selben Tagwieder zurück.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-RB9LeWFWZWs/TxhUBu6tE5I/AAAAAAAAAGY/VU314KP2IcY/s1600/P1040298.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://3.bp.blogspot.com/-RB9LeWFWZWs/TxhUBu6tE5I/AAAAAAAAAGY/VU314KP2IcY/s640/P1040298.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich reihemich in die halbwüchsige Pilgerherde ein, besuche das innere Heiligtum, undbekomme für eine kleine Spende einen Segen vom Tempelelefanten in Form einesbehutsamen Kopftätschelns mit dem Rüssel.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-U7BqB_D_0cQ/TxhbeJZ_1zI/AAAAAAAAAHA/j45ofBLMlms/s1600/P1040286.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://1.bp.blogspot.com/-U7BqB_D_0cQ/TxhbeJZ_1zI/AAAAAAAAAHA/j45ofBLMlms/s640/P1040286.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mitumgerechnet zwei Schweizer Franken besteche ich einen Aufseher, der mirdaraufhin Zutritt zum 50-Meter hohen Hauptturm gewährt. Aus dem Kindermeer gehtes im stockfinsteren Treppenhaus über abgelaufene schräge Steinstufen undstaubige Steinplatten nach oben. Je höher ich komme, desto enger wird der Gang,weil der Turm nach oben spitz zuläuft und sich die Treppe an der Außenmauerorientiert. Dann stehe ich schließlich in einem quadratischen Raum mit zweidiametralen Öffnungen nach draußen. Die Aussicht ist fantastisch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Bevor diees zu spät ist, beeile ich mich jedoch, wieder nach unten zu kommen, lasse dieüberall herumspringenden frechen Affen beiseite, und genieße denSonnenuntergang auf den Felsen nahe einer massiven Ganeesh-Statue (der Gott mitdem Elefantenkopf, der Glück für jegliche Vorhaben und Reisen gewährt und darumin jedem Taxi an Mittelkonsole oder Rückspiegel zu finden ist). Während auf dereinen Seite der goldene Feuerball zwischen Tempelbauten und dem dunkelgrünemPalmendickicht versinkt, beginnen auf der gegenüberliegenden Seite die Felsentiefrot zu glühen. Eine unbeschreibliche Atmosphäre!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-0Ug8L3MGQHU/TxhcEIyJsZI/AAAAAAAAAHI/HKpzex5f51o/s1600/P1040418.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://1.bp.blogspot.com/-0Ug8L3MGQHU/TxhcEIyJsZI/AAAAAAAAAHI/HKpzex5f51o/s640/P1040418.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Zurück inder Stadt werde ich von einem Straßenhändler namens Babu angesprochen. Trotzmeiner wohltrainierten Versicherungen, dass ich nichts zu kaufen beabsichtige,bleibt er an meiner Seite. „Heute ist eh nicht viel los. Dann kann ich genausogut mit dir herum gehen und dir die Stadt zeigen. No shopping.“ Zuerst bin ichmisstrauisch, dann denke ich: Warum eigentlich nicht. Was kann man schonentdecken, wenn man immer nur im sicheren Hafen bleibt?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Babubeginnt, mir mehr über den Ort und seine Geschichte zu erzählen, zeigt mirheilige Saibabas, die den staunenden Kindern verblüffende Zaubertrickspräsentieren, und führt mich durch die Läden, die ich sehen will. Sandelholzöl,Klangschalen, Götterfiguren – alles lasse ich mir zeigen und erklären, erstehejedoch nichts.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Zuletztbesuchen wir einen Laden für Musikinstrumente, der junge aufgeregte Verkäuferist ganz außer sich, will mir von Bongotrommel bis Didgeridoo das kompletteArsenal an Fußgängerzonenequipment aufschwatzen. Ich zeige mich jedoch alleinan einer kleinen bauchigen Flöte in Schildkrötenform interessiert.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Natürlichist diese die letzte im Angebot, darüber hinaus mit einer hohen persönlichenBedeutung für den Verkäufer verbunden und von ausgezeichneter Qualität,handbemaltes Terrakotta. Noch bevor er seine Geschichte zu Ende gespult hat,nehme ich ihm das Ding aus der Hand. „Handbemaltes Terrakotta? Das ist einePlastikflöte mit einem Papiersticker drauf. Nein Danke!“ Der Verkäuferentgegnet mit einem ertappten Grinsen „Aber trotzdem immer noch sehr schön,oder nicht?!“ Wir müssen alle drei lachen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Als auch ihmklar wird, das ist nichts kaufen werde, wird die Situation entspannter undunsere Gespräche authentischer. Für den abendlichen Jahreswechsel lädt er michzu einer Jam-Session in eines der Dachrestaurants ein.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Auch Babuist sichtlich froh über unsere Begegnung – trotz meiner Sparsamkeit. Auf demRückweg lädt er mich für den folgenden Tag zu sich nach Hause zum Mittagessenein und schneidet erstmals auch persönliche Gesprächsthemen an. Er ist in derNähe von Hampi aufgewachsen, 36 Jahre alt und bereits Großvater. Er hat mit 17geheiratet und seine Tochter mit 16 Jahren verheiratet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„In einegute Familie?“ Oh Gott, habe das gerade wirklich ICH gefragt? Das ist jaerschreckend wie schnell man sich an die Normalität der arrangierten Ehegewöhnt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Demstrahlenden Babu hingegen scheint die Nachfrage ausgesprochen gut zu gefallen.Stolz berichtet er „Aber ja! Es sind meine Nachbarn, eine sehr respektableFamilie. Und so kann ich immer schnell nach dem Rechten sehen, wenn ich zuhausebin.“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Erbegleitet mich noch bis zu dem Restaurant, das mir mein Reiseführer empfiehlt,dann verabschieden wir uns, bis morgen. Das Büchlein hat tatsächlich nichtgelogen, The Mango Tree ist ein wunderschönes ambientiges Lokal im Schutze desriesigen namengebenden Mangobaumes. Versteckt zwischen Bambuswäldchen,Bananenstauden und Kokospalmen sitze ich mit Blick auf den nachtschwarzenTungabhadra River unter bunten Lichterketten, schlürfe meine Chai, koste dasausgezeichnete Alu Paneer, schreibe, lasse den Abend ausklingen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-hN2j6PtjcsQ/Txhc9JCxfpI/AAAAAAAAAHQ/D0dXI3fY6ac/s1600/P1040419.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://1.bp.blogspot.com/-hN2j6PtjcsQ/Txhc9JCxfpI/AAAAAAAAAHQ/D0dXI3fY6ac/s640/P1040419.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Gegen 23Uhr finde ich mich in besagtem Dachrestaurant zur Jam-Session ein, gebe demfreudigen Verkäufer von zuvor die Hand und nehme auf der ausgedehntenKissenlandschaft Platz, die bereits von zwei Dutzend Indern und weißen Hippiesbevölkert wird. Die halbe Ausstattung aus dem Geschäft für Musikinstrumentefindet sich hier wieder, jeder kann alles einmal ausprobieren, oder einfachzurücklehnen und die wilden Klänge der Gitarren, Flöten, Didgeridoos, Trommelnund Sitars genießen. Man musiziert zusammen, tauscht Reiseerfahrungen undandere Anekdoten aus, verlebt einen entspannten Jahreswechsel zusammen...&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-7625382949199946749?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/7625382949199946749/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/hampi-i.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/7625382949199946749'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/7625382949199946749'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/hampi-i.html' title='Hampi I'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-795l-qJ4iKA/TxhY2JwCpWI/AAAAAAAAAGo/axgR3nYZGZ4/s72-c/P1040516.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-5359804314312444682</id><published>2012-01-18T16:02:00.001+01:00</published><updated>2012-01-18T16:02:08.785+01:00</updated><title type='text'>Der verrückte Rikscha-Fahrer Sanjay und der Höllenritt nach Hampi</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Der 30. Dezember war geprägt von internen Beratschlagungendarüber, wo wir, die aus aller Welt gestrandeten Praktikanten, Silvesterverbringen sollten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Eine Strömung favorisierte Goa, das aber sicherlich überfülltund teuer sein würde, eine andere Fraktion wollte in einem Strandhotel inBombay den Jahreswechsel feiern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Dies war mein dritter Tag in Pune, und mit überteuertenTaxis und ohne Übernachtungsmöglichkeit wieder zurück nach Bombay zu fahren,war nicht unbedingt mein Herzenswunsch, sodass ich mich vorerst zur Gruppe derUnentschlossenen gesellte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Noch drei freie Tage bis zum Arbeitsbeginn bei ZF India –diese Ressource kann ich doch nicht einfach für ein simples kalendarisches Phänomenverschwenden. Um 21 Uhr stand mein Entschluss fest: Ich fahre nach Hampi, dieeinstmalige Hauptstadt eines vormals äußerst mächtigen südindischenHindu-Reiches, das mit wunderschönen Landschaften und imposanten Sakralbauteneine unglaubliche Atmosphäre erzeugt, und mir mehrfach von Indern und Europäernempfohlen wurde – es sollte mein bisher bester Trip werden...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Um 22 Uhr bin ich mit gepackten Sachen auf dem Weg zumRikscha-Stand, als plötzliche ein wild hupendes Exemplar vor dem Nachbarhaus hältund einen Fahrgast entlässt. Froh über den Zufall marschierte ich direkt aufdas schwarz-gelbe Gefährt zu und schüttle einem breit grinsenden Inder dieHand, der mich bereits auf den ersten Blick an Prabaker aus dem Buch Shantaramerinnert – die Analogie sollte sich auf der Fahrt noch weiter festigen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Die einzige Information, die ich so kurzfristig aus demInternet ziehen konnte, ist, dass ein Bus nach Hospet, das liegt ca. eine halbeStunde von Hampi entfernt, vom Busbahnhof Swargate aus um 23 Uhr abfahren soll.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Ich versuche dem Fahrer, dessen Name nicht Prabaker ist,sondern Sanjay, meine Destination klarzumachen, bin mir aber immer noch nichtsicher, ob er sie wirklich verstanden hat, als wir bereits knatternd durch dasnächtliche Pune düsen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Sein Englisch ist sehr begrenzt, aber das tut seinerfreudig-offenen Art keinen Abbruch - im Gegenteil werden die Gespräche dadurchviel direkter:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt;"&gt;„Youchildren? No? You married? No? Good! &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Married dangerous!”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Er lacht lauthals auf und greift dabei meine Hand.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;„Married very dangerous! &lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt;"&gt;No fucking, onlycost money! Me wife and me fighting all the time! &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;I say: fucking, she say: no, no, no!”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Er wedelt drohend mit dem Zeigefinger, seine Ehefrauimitierend, dann lässt er wieder ein sich überschlagendes Gluckern hören undpackt meine Hand, um sicherzustellen, dass ich die Pointe auch mitbekommenhabe.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Meine erste Reaktion ist eine Art peinlicher Berührungund ein verwirrtes Kopfnicken ob der soeben offenbarten Intimitäten von einemkomplett Fremden, dann entscheide ich mich dafür, einfach mit einzusteigen, undSanjays abstruse, jedoch immer anzügliche Gesprächsthemen mit aufrichtigerNeugier und vergnügten Kommentaren zu verfolgen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Er ist kaum zu stoppen im Erzählen, Lachen und Imitieren.Wortwörtlicher Höhepunkt der Fahrt ist die Demonstration seiner vielseitigenStellungskenntnisse, zuletzt inklusive Gestöhne mitten auf einer vielbefahrenenKreuzung, eine Hand am Lenkrad, die andere in seine Haare vergraben, die Augenlassiv nach hinten verdreht, das Becken im Sitz aufgebäumt und auf Höhe der Rückspiegelrhythmisch kreisend und stossend. Wie wir diese Verkehrssituation unbeschadet überstandenhaben, ist mir bis heute immer noch ein Rätsel, aber für den Moment bin ich prächtigamüsiert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;In Swargate angekommen reihe ich mich in die Schlange zueinem Ticketschalter ein. Die Schilder und Hinweistafeln sind leider alle aufHindi, sodass ich keine Ahnung habe, ob ich richtig stehe, während mir solangsam die Zeit davon läuft. Die Verhandlungen an der Kasse ziehen sichunangenehm in die Länge, und als ich endlich an dritter Stelle bin, frage ichzur Sicherheit den Kunden vor mir nach dem Bus nach Hospet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Inzwischen habe ich gelernt ich, nach welchen äußerenMerkmalen man Ausschau halten muss, um eine gute Chance auf englischsprachigeHilfe zu bekommen. Der Mann vor mir trägt schwarze Business-Schuhe, einesaubere Hose, ein gebügeltes Hemd, eine feingliedriges Brillengestell und hateinen modischen Haarschnitt – sicherlich ein Büroangestellter. Meine Intuitionlässt mich nicht im Stich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Leider gibt es jedoch heute Abend keinen Bus nach Hospet.Stattdessen soll ich den nach Hubli nehmen und von dort aus nach Hospetumsteigen. Ich frage nach dem Abfahrtssteg. Anstatt mir einfach die Nummer zu nennen,tritt der Mann ohne Umschweife aus der Schlange heraus, in der ER der nächsteKunde gewesen wäre, und führt mich bis zum anderen Ende des Busbahnhofs, klärtden Busfahrer in der Landessprache über meine Situation auf, und wünscht mir händeschüttelndnoch alles Gute für die Reise - weder zum ersten noch zum letzten Mal bin ich überdie Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit völlig fremder Inder erstaunt. InEuropa wäre das sicherlich anders gelaufen...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Was nun folgt, ist die schlimmste Busfahrt meines Lebens.Die nächtlichen 430 Kilometer, die ich eigentlich im gemütlichen Touribus mitkippbarer Rückenlehne verschlafen wollte, sitze ich nun auf der harten Holzbankeines alten staatlichen TATA-Busses ab.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-avBeKHHFFiQ/Txbc_8ztotI/AAAAAAAAAGA/K4c4poGel7g/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="442" src="http://1.bp.blogspot.com/-avBeKHHFFiQ/Txbc_8ztotI/AAAAAAAAAGA/K4c4poGel7g/s640/1.jpg" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left" class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;﻿&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Zugegeben, umgerechnet 5 Euro für diese Strecke ist keinschlechter Deal, aber welchen Preis meine Knie noch zahlen werden, ist auchnoch nicht absehbar. Ein weiterer taktischer Fehler besteht darin, dass ichmich ganz nach hinten in die letzte Bank setze – die Katapultposition. Denn Stoßdämpfer,Aufhängung und Federung des Kastenwagens scheinen aus feudalischer Zeit zustammen: Jede Unebenheit, jeder Geschwindigkeitsbegrenzungshubbel, jedesKieselsteinchen lässt sich seismographisch genau mit dem Hinterteil ablesen –analog und in Echtzeit, und in der hintersten Reihe durch den Hebeleffekt sogarnoch potenziert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Ich möchte die Reisezeit wenigstens dazu nutzen, meineBegegnung mit Sanjay stichwortartig festzuhalten, doch auf dem Papier bleibtaufgrund dem Geschaukel nur unlesbares Gekrakel zurück. Das ist doch mal eineechte Motivation, sich für ein Unternehmen wie ZF einzusetzen, das Fahrkomfort aufhöchster Qualität ermöglicht. Na gut, dann warte ich eben auf bessere Strassenals hier in Stadt. Nach einer halben Stunde erreichen wir endlich die Autobahn.Ich packe ungeduldig mein Notizbuch aus, setze den Stift an und höre einenschrillen Pfiff aus der Trillerpfeife des Busbegleiters. Augenblicklich gehen sämtlicheLichter aus – Schlafenszeit. Hmpf.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Der Fahrer scheint ein besonderes Talent für unerwarteteBremsmanöver zu haben, sodass meine Kniescheiben bereits nach 10 Minuten vonrot zu blau wechseln, weil die viel zu eng voreinander geschweissten Sitzehinten immer noch mit einer soliden Stahlstange auf Kniehöhe verstärkt sind.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Sobald die Vorderreifen die Problemzone&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;passiert haben, wird aber auch schon wiederkräftig Gas gegeben, sodass wenigstens die Hinterreifen (und damit vor allemich) was von dem Spass abbekommen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Im ZF-Büro ist die Geschichte vom Deutschen, der mit demstaatlichen Nachtbus nach Hampi gefahren ist, bereits legendär und muss immerwieder neuen Kollegen erzählt werden. Die Strassen in Karnataka, demBundesstaat Hampis, gehören zu den schlechtesten von ganz Indien, hat mir einervon ihnen inzwischen anvertraut, und ja, das kann ich bestätigen!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Denn bei Vollspeed auf der Autobahn ist ein Schlaglochkein Schlagloch mehr, sondern ein regelrechtes Flugticket. Ich weiss nicht mehrwie oft ich kurz vorm Eindösen plötzlich mit dem gesamten Körper in der Lufthing, aber auf jeden Fall häufig genug, um die ganze Nacht kein Auge zu zubekommen. Nicht nur einmal bin ich statt im Sitz auf dem Fussboden gelandet – Perspektivenwechselauf indisch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Dazu kommt, dass die aufschiebbaren Fensterscheiben abeiner bestimmten Geschwindigkeit automatisch nach hinten rutschen und damit denkalten nächtlichen Fahrtwind einlassen. Da ich die Gepäckbelastung möglichstreduzieren wollte und mich auf südindisches Klima vorbereitet habe, sitze ichnun also für die nächsten Stunden frierend in T-Shirt und kurzer Hose in derDunkelheit und warte auf verdächtig scharfe Bremsmanöver, die den nächstenAbflug ankündigen könnten. Definitiv eine Erfahrung!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Meine allererste Handlung in Hampi ist &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;der Kauf eines Rückfahrtickets imvollklimatisierten Reisebus. Da nur noch Frauenplätze übrig sind, werde ichkurzerhand als „Mrs. Schilske“ gebucht, aber das ist mir in dem Moment auchganz egal.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;Vorher heisst es aber noch Umsteigen in Hubli, wieder miteinigen Wirrungen und Missverständnissen, bis ich schließlich im Bus nachHospet lande, der für vier lange Stunden über die Dörfer tuckert und Horden vonKindern in blauen Schuluniformen und mit roten Bändchen im Haar zu ihrenjeweiligen Lehranstalten bringt, bevor wir endlich Hospet erreichen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-rbsbGoECb5o/TxbeKyTVV8I/AAAAAAAAAGI/MU0euOP5M_U/s1600/2.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://4.bp.blogspot.com/-rbsbGoECb5o/TxbeKyTVV8I/AAAAAAAAAGI/MU0euOP5M_U/s640/2.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; mso-ansi-language: DE;"&gt;So langsam kann ich Busse nicht mehr sehen, dafür wirddie Landschaft außerhalb immer tropischer und faszinierender. Da der Bahnübergangeinen Zug abwartet, wird aus der halben Stunde nach Hampi eine ganze, und dannbin ich endlich da – im Paradies!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-yDRM77ZP6Ag/TxbespiNExI/AAAAAAAAAGQ/mdnWHJNIg6U/s1600/3.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://2.bp.blogspot.com/-yDRM77ZP6Ag/TxbespiNExI/AAAAAAAAAGQ/mdnWHJNIg6U/s640/3.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-5359804314312444682?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/5359804314312444682/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/der-verruckte-rikscha-fahrer-sanjay-und.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/5359804314312444682'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/5359804314312444682'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/der-verruckte-rikscha-fahrer-sanjay-und.html' title='Der verrückte Rikscha-Fahrer Sanjay und der Höllenritt nach Hampi'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-avBeKHHFFiQ/Txbc_8ztotI/AAAAAAAAAGA/K4c4poGel7g/s72-c/1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-9086073616242770423</id><published>2012-01-13T15:44:00.000+01:00</published><updated>2012-01-13T15:44:16.380+01:00</updated><title type='text'>Working in Pune</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Seit dem03.01. arbeite ich nun bei ZF India als Praktikant im Human ResourcesDepartment.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Glücklicherweisebefinden sich die Muttha Towers, ein wuchtiges Hochhaus, das die Headquartersvon ZF India beherbergt, ganz in der Nähe von Brahma Sun City, sodass ich mitdem gemächlichen Roller gerade mal 10 Minuten zur Arbeit brauche, in der RushHour etwas mehr.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-qqSVp19MqZ4/TxA_v4JpVMI/AAAAAAAAAFo/OXLSWgQShU8/s1600/P1040608.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://2.bp.blogspot.com/-qqSVp19MqZ4/TxA_v4JpVMI/AAAAAAAAAFo/OXLSWgQShU8/s640/P1040608.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mein ersterTag verläuft sehr smooth. Zunächst einmal bin ich beeindruckt von den spiegelndglitzernden Bürokomplexen, die in diesem Teil Punes in den Himmel wachsen.Neben den Muttha Towers befinden sich weitere stahlblaue Quader aus Glas undBeton, und von der anderen Strassenseite her trotzt uns eine mächtigeIBM-Festung entgegen. Überall stehen Wachmänner in blauen Uniformen und mitmilimetergenau gestuzten Schnauzbärten an den Zufahrten, Schranken undGitterportalen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mit einem Lächelnwird mir Zutritt gewährt, ohne weitere Fragen – ein Weisser in Anzug undKrawatte kommt hier überall hin.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und dochwieder das gleiche Bild: Rund um die Kolosse der Moderne brandet eine nichtenden wollende Flut von braun-grauen Wellblechhütten undUnterklassebehausungen. Das Slum um die Muttha Towers herum ist das größte inPune und beherbergt Zehntausende von Menschen. Egal wo man bei ZF aus dem Bürofensterblickt, die Gegensätze könnten nicht krasser sein.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die gläserneFront und die weitläufige marmorne Eingangshalle der Muttha Towers dagegen sindauf Hochglanz poliert, im Gebäude herrschen konstant heruntergekühlte 20 GradCelsius.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich drückeden Fahrstuhlknopf und warte darauf, dass eine der vier Kabinen zu mirherunterkommt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Türgeht auf, im Innern sitzt ein Inder neben der Bedienkonsole auf einem Hocker.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Whichcompany, Sir?“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;ZF. Er drücktdie 4. Aus den Aufzuglautsprechern dudelt eine Panflötenversion von CélineDions Titanic-Hit „My Heart will go on“, während ich über die Beschäftigungsnotwendigkeitund Arbeitsbefriedigung von Liftboys nachdenke.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dann fälltmir wieder ein, was ich vor kurzem in „Culture Shock India“ gelesen habe: Ein Überbleibselaus dem offiziell abgeschafften Kastenwesen ist die strikte Trennung von körperlicherund mentaler Arbeit. Je weniger man selbst physisch tun muss, desto höher derStatus. Deshalb haben wir jemanden, der uns die Knöpfe im Lift drückt und beschäftigenSandibh, der den ganzen Tag nichts anderes macht, als Kaffee und Tee für unsSesselfurzer zu kochen und zu servieren – und ich dachte, ich wäre hier derPraktikant!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wirklichgrotesk wird es aber erst dann, wenn neue Bilder und Tafeln aufgehängt werden müssen,und fünf Manager mit den Händen in den Hüften zuschauen wie Sandibh auf einemwackeligen Stuhl die Plakate balanciert, und sie hier und da noch ein paarTipps oder Korrekturvorschläge einwerfen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Als ich amersten Tag meinen Laptop aufbauen wollte, wurde ich regelrecht mit Gewalt davonabgehalten, den Adapter in die Stromleiste einzustecken, und bevor ich wusste,was geschah, war auch schon Sandibh auf Hindi herbeigeordert und an meinerStatt unter den Tisch geschickt worden – perplexer als in dem Moment hat michIndien bisher nie wieder gemacht!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich blickegedankenverloren an die Decke - hier hat sogar jeder einzelne Fahrstuhl eineeigene Klimaanlage, fällt mir auf, dann bin ich auch schon wieder draussen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;In derlinken Hälfte des vierten Stocks befindet sich mein Ziel. Auf einer Glasfrontlese ich „ZF India Pvt. Ltd.“ und trete in einen Empfangsraum mit zwei weiterenfreundlichen Wachmännern in Uniform hinter einem hellbraunen Schreibtisch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-odDgb76zhfo/TxBB40_Bg-I/AAAAAAAAAF4/7Ms4ecrAHWo/s1600/P1040642.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://3.bp.blogspot.com/-odDgb76zhfo/TxBB40_Bg-I/AAAAAAAAAF4/7Ms4ecrAHWo/s640/P1040642.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ein Terminmit Mr. Badal? Aber natürlich. Ich werde unverzüglich in ein Besprechungszimmerhofiert, bekomme Tee von Sandibh serviert und werde gebeten zu warten, HerrBadal ist noch nicht da. Es ist 9:30 Uhr. Ich schaue mich um.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Hälfteder Arbeitsplätze, die ich von hier aus im modern eingerichteten Großraumbüro überblickenkann, sind immer noch leer. Und ich dachte schon, ich wäre spät dran. IndischeArbeitszeiten sind in der Tat&amp;nbsp;sehr langschläferfreundlich, dafür bleibt man aberauch viel länger als in Deutschland.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Name,Wohnort, Grund des Besuchs, Uhrzeit, Telefonnummer – alles wird händisch vomWachpersonal in ein grosses Buch eingetragen, elektronisches Stempeln wird hiernicht praktiziert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich lasseden Blick weiter schweifen. Es sieht tatsächlich sehr nach ZF aus: DasBesprechungszimmer ist medial einwandfrei ausgestattet, und an der Wand hängendie mir bekannten großflächigen Fotografien von Getrieben, Schaltungen, undanderen ZF-Produkten, dazu das Leitbild „Give me 5“ mit detaillierten Ausführungenzu Werten, Vision, Identität, Verantwortung und Kultur des Unternehmens.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ichgeniesse meinen Tee, schreibe, beobachte wie nach und nach Büroangestelltehereinspazieren, die meisten mit einem Rucksack über der Schulter und einemMotorradhelm in der anderen Hand.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Um 10 Uhrkommt Herr Badal, begrüßt mich herzlich und heisst mich bei ZF Indiawillkommen. Da er erst heute aus dem Urlaub zurück ist, bittet er mich,nochmals zu warten, bis er mit der Runde bei seinen Mitarbeitenden fertig ist.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Um 11 Uhrkommt Herr Badal zurück, und nimmt sich eine komplette Stunde für mich Zeit.Wir sprechen über meinen bisherigen Aufenthalt, über Deutschland und dieSchweiz. Herr badal ist verheiratet und einen zweijährigen Sohn -&amp;nbsp;meineSchweizer Schokolade als Gastgeschenk kommt demnach sehr gut an.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach demSmalltalk geht es um den strukturellen Aufbau der hiesigen Organisation, die aktuellenProjekte, meine Erwartungen und Einsatzmöglichkeiten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich freuemich darauf, in wichtige Projekte im Personalmarketing eingebunden zu sein.Diese Woche werde ich eine Präsentation über die ZF Group und deren relativjunge Tochter ZF India erstellen, um die Karrieremöglichkeiten für Jungakademiker,vor allem im technischen Bereich, aufzuzeigen. Damit fahren wir dann zuverschiedenen lokalen Hochschulen, um die Bachelorabsolventen für eine Karrierebei ZF zu begeistern und in ersten Gruppendiskussionen direkt für den weiterenBewerbungsprozess vorzuselektieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ausserdemwerde ich interne Policies ausarbeiten, schriftliche Vereinbarungen über dieindischen Sicherheitsstandards, (inter)nationale Reisebestimmungen, und dieallererste allgemeine Betriebsordnung für den Standort Pune.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Von meinenMitbewohner arbeiten viele im Marketing, ihre Internationalität soll den Firmenhelfen, global Fuß zu fassen, meistens durch telefonische Kundenaquise imjeweiligen Heimatland des Praktikanten. Aber nicht alle sind so zufrieden wieich. Bei manchen indischen Firmen sind die Arbeitsbedingungen sehrkontraproduktiv, in einigen Fällen gibt es weder PCs noch Internet, und dazu fälltnoch regelmäßig der Strom aus. Andere haben einen Anfahrtsweg von fast einerStunde, müssen über Überlandstraßen und Trampelpfade ihren Arbeitsplatzerreichen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;UnsereKollegen aus der anderen Wohnung klingen im Grossen und Ganzen zufrieden mit ihrenJobs. Sie verdienen zwar kein Geld in ihren sozialen Projekten, freuen sichjedoch über weit entspanntere Arbeitszeiten und hohen kulturellen Austausch,z.B. beim Unterrichten von indischen Schulkindern in Englisch undNaturwissenschaften, oder bei der Aufklärungsarbeit über HIV und andereGesundheitsthemen mit der unterpriviligierten und wenig gebildeten Bevölkerung,deren unheimliche Gastfreundschaft ihresgleichen sucht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;AlleinIbrahim aus Ägypten lässt seiner Frustration manchmal freien Lauf. Er ist Teileines Teams, das das Slum nahe den ZF-Büros täglich mit einem Übersetzer imSchlepptau aufsucht, Interviews führt und Fotos von den Familien macht. DiesesMaterial wird dann in einem zweiten Schritt aufgearbeitet und soll für eineFundraising-Kampagne verwendet werden, um die Situation der Menschen nachhaltigverbessern zu können.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Mann, diewollen da nicht mal raus! Ganz ehrlich, den meisten geht es super gut dort! Diehaben Strom, fliessend Wasser, TV-Anschluss... Zugegeben, sie leben beengtzusammen, aber in der AIESEC-Wohnung zu siebzehnt ist’s auch nicht viel besserim Moment, und die kennen es ja nicht anders. Du kannst es dir nichtvorstellen, aber es ist echt verdammt schwer, im Slum ein Foto von einem unglücklichenKind zu schießen. Guck hier! Die grinsen alle bis über beide Ohren und wollenmit uns Cricket spielen. Und manche von Typen da haben gut bezahlte Jobs beiIBM als Programmierer. Wie sollen wir denn da Mitleid erregen?!“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Tatsächlichist kaum jemand wirklich unzufrieden. Aber das liegt auch daran, dass dem Großteilder Bevölkerung die Einsicht fehlt, welche langfristigen Gefahren im Slum lauern,sowohl durch die soziale Stigmatisierung, die sich nachteilig auf demArbeitsmarkt auswirkt, als auch durch die Normalität des täglichenAlkoholkonsums, der Kriminalität, der Unterschätzung der Wichtigkeit vonBildung und der Unkenntnis von medizinischen Grundzusammenhängen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ein andererSlumarbeiter hat mir vor ein paar Tagen erzählt, wie er einer Frau erklärenwollte, warum man Wasser abkochen, verdorbenes Essen vermeiden und Körperhygienepflegen sollte. Seine Gesprächspartnerin wusste nicht einmal, was „gesund“ überhauptbedeutet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Dasheisst“, versuchte er zu umschreiben, „dass man länger lebt.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Längerleben? Wozu denn das?“, war die fatalistische Antwort. In ihrem Mindset machtees mehr Sinn, auf eine glücklichere Wiedergeburt zu warten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;SolcheBegegnungen zeigen, dass Armut alleine nicht das Problem ist. Tatsächlich wurdeneinigen Slumbewohnern in Pune im Rahmen eines sozialen Projektes vor ein paarJahren kostenlose Wohnungen in besseren Gegenden vom Staat gestellt. Die Aktionkam super bei der Slumbevölkerung an, jedoch stellt man nach ein paar Monatenfest, dass kaum jemand umgezogen war. Stattdessen waren die schicken Wohnungeneinfach als zusätzliche Einnahmequelle von den glücklichen Besitzern vermietetworden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Einewirkliche Veränderung wird wohl ihre Zeit brauchen, und die gesammelten Spendensollen darum auch nicht an die Familien (und damit oftmals direkt an den nächstenSchnapsladen) gehen, sondern in nachhaltige Aufklärungsprojekte investiertwerden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-9086073616242770423?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/9086073616242770423/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/working-in-pune.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/9086073616242770423'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/9086073616242770423'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/working-in-pune.html' title='Working in Pune'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-qqSVp19MqZ4/TxA_v4JpVMI/AAAAAAAAAFo/OXLSWgQShU8/s72-c/P1040608.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-964975245366051254</id><published>2012-01-12T17:28:00.003+01:00</published><updated>2012-01-12T17:28:48.530+01:00</updated><title type='text'>Arriving in Pune</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Aus Mumbaikommend ist Pune sowas wie India light – immer noch eine Millionenstadt, aberso viel grüner, so viel mehr Platz, so viel ruhiger.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Tatsächlichhört man die allgegenwärtige Hupe durchschnittlich nur noch alle 10 statt jedeSekunde, und die Straßen sind breiter, teilweise sogar von Bäumen, Büschen undWiesen gesäumt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Zuerst gehtes jedoch mit dem Taxi vom Hotel in Mumbai&amp;nbsp;eine halbe Stunde zur Busstation. DerTaxifahrer hat natürlich kein Wechselgeld. Anfängerfehler. Taxifahrer haben nieWechselgeld, wenn sie merken, dass man nur in 100er-Scheinen bezahlen kann.Eine letzte Opfergabe also in den nimmersatten Rachen dieser verrückten Stadt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mit demhochmodernen, komfortablen Volvo-Bus, dessen Klimaanlage viel zu stark fürdiese Jahreszeit arbeitet, geht es aus dem versmogten Bombay im Stop-and-Godurch die verstopften Straßen, bis uns die hitzig-hektische Stadt endlich aufdie gut asphaltierte Autobahn (in Indien eine Rarität) entlässt, und derHorizont weiter und klarer zu werden beginnt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Gegendwird ländlicher und ärmlicher, die penetrante Umweltverschmutzung fällt hier inder Natur noch mehr auf als zwischen den grauen Häusern der Stadt. Der Müll isteinfach überall in Indien!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und daMülleimer im Regelfall sowieso unauffindbar sind, ist es auch nicht weitererstaunlich, dass absolut jeder (und da schließe ich mich nicht aus) seineBananenschalen und Plastikflaschen einfach in den nächsten Straßengraben wirft.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Hin undwieder halten wir an, nehmen weitere Fahrgäste an Brücken und Autobahnkreuzenauf. Dort warten dann auch schon Gruppen von Jugendlichen, die mit Chips,Wasser oder Schuhpolitur bewaffnet den Bus stürmen und lärmend ihre Produkteund Dienstleistungen feilbieten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;DerBusfahrer wartet nicht auf ihren Ausstieg – wer zu lange braucht, muss aus dembereits wieder fahrendem Bus springen und zurück laufen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das Geländesteigt an, schließlich geht es über weit geschwungene Serpentinen dieWest-Ghat-Berge hinauf – Pune liegt immer noch relativ tief auf ca. 600 Meternüber dem Meeresspiegel, doch das Klima ist bereits um einiges kühler undangenehmer als in Bombay.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das ist Pune (Balkonausblick):&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-KCz9TOTkxQI/Tw8FAj2lL1I/AAAAAAAAAFA/4hqQIMp0Aa8/s1600/P1040202.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://1.bp.blogspot.com/-KCz9TOTkxQI/Tw8FAj2lL1I/AAAAAAAAAFA/4hqQIMp0Aa8/s640/P1040202.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach ca. 4Stunden erreichen wir die Endstation. Mit einer Rikshaw geht es nun in meinneues Zuhause: Brahma Sun City.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wir fahren durch das sonnige Pune in immergrüner und moderner werdende Gegenden, dann halten wir plötzlich vor einemmächtigen Eisentor mit mehreren Wachleuten vor Ein- und Ausfahrt. Dahintererheben sich mehrere 9-stöckige Wohnkomplexe, moderne Architektur, frischgestrichen, das letzte immer noch im Bau.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dazwischen verlaufen grüne Parks mithohen Palmen und bunten Blumen, Spielplätzte, Pools, breite, saubere Straßen(ohne Müll!), und herrliche Luft, alles von einer hohen Mauer umgeben. Ich mussim Paradies angekommen sein.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-RgJ8Uz54oC8/Tw8GQS1y9QI/AAAAAAAAAFI/smLyae55oDs/s1600/P1040191.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://4.bp.blogspot.com/-RgJ8Uz54oC8/Tw8GQS1y9QI/AAAAAAAAAFI/smLyae55oDs/s640/P1040191.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Hier werdeich also wohnen. Für meine Behausung hatte ich alles erwartet, von bescheidenbis hin zu armselig – bloß das nicht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nun ja, man gewöhnt sich an alles, nichtwahr?^^&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Brahma SunCity ist tatsächlich eine Wohngegend hauptsächlich für internationale Besucherund reiche Inder – das Beverly Hills von Pune sozusagen. Solche&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;„Societies“ finden sich hier im NordostenPunes, rund um die wohlhabende Gegend Koregaon Parc sehr häufig, genauso wiewestliche Szenebars, Kinocenter, Shoppingmalls – ja sogar ein offizielles HardRock Cafe.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nicht dasses irgendwas an der indischen Realität ändern würde – direkt hinter unserenzackenbewährten Schutzmauern stehen die gleichen Slum-Wellblechhütten wie inDharavi, ironischerweise vermutlich von eben jenem Wachpersonal bewohnt, dashier rund um die Uhr an jeder Zufahrt und jedem Hauseingang sitzt undfreundlich grüßt. Ohne ein Glauben an Karma und eine dementsprechend gestalteteWiedergeburt sind solche Ungerechtigkeiten kaum auszuhalten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-mzcwLjGcEyY/Tw8HjIjM0xI/AAAAAAAAAFQ/WOLEM1d-uBw/s1600/P1040197.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://2.bp.blogspot.com/-mzcwLjGcEyY/Tw8HjIjM0xI/AAAAAAAAAFQ/WOLEM1d-uBw/s640/P1040197.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Brahma SunCity ist und bleibt ein Rückzugsort für elendsmüde Seelen – eine hübschekünstliche Enklave im Strudel der Gegensätze.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;AIESEC Punehat hier zwei Wohnungen gemietet, ich wohne mit den Praktikanten zusammen, diewie ich ein professionelles Firmenpraktikum machen. Zu acht leben wir in der3-Zimmerwohnung: Ana aus Kolumbien, Amr aus Ägypten, Ching aus China, Diego ausPeru, Larissa aus Brasilien, Simone aus Italien, noch eine Deutsche namensLena, und ich.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-DQf5ZjT_EE0/Tw8Is8uOjgI/AAAAAAAAAFY/ffHk3tRNOas/s1600/P1040809.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://4.bp.blogspot.com/-DQf5ZjT_EE0/Tw8Is8uOjgI/AAAAAAAAAFY/ffHk3tRNOas/s640/P1040809.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Privatsphäreist selten, Spaß dagegen nicht. Abends gehen wir aus oder kochen, quatschen undfeiern zusammen, meist begleitet von einigen aus der anderen Wohnung imNachbargebäude, die für Praktikanten in sozialen Projekten vorgesehen ist. Dortleben 17 Internationale viel zu beengt zusammen und haben sich trotzdem nochgern.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Not schweißt eben zusammen. Und was AIESEC an Organisationstalent fehlt,gleichen sie an improvisierten Bettstätten wieder aus.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Problematischdagegen werden dort die neuen animalischen Mitbewohner. In dem überbevölkertenApartment haben sich seit kurzem Insekten in Matratzen und Bettzeugeingenistet, die nachts hervorgekrabbelt kommen, um Blut zu saugen und lästigeQuaddeln zu hinterlassen. Was von den AIESEC-Leuten lakonisch als „BedbugIssue“ bezeichnet wird, löst bei den Betroffenen wahre Putzattacken undHetzjagden auf die kleinen Tierchen aus. Ich bin dagegen froh, dass unsereHaustiere bisher nur aus einem Gecko hinterm Kühlschrank und vereinzeltherumirrenden Kakerlaken bestehen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ansonstenkommen bei uns verschiedenste Kulturen, Sprachen und Religionen zusammen. DieHindu-Mädchen Danishta, Rushna und Vasuda aus Mauritius haben mir nun endlicherklärt wie das mit der arrangierten Heirat funktioniert und wieviele Anfragensie schon bekommen haben, und die ägyptischen Mädels wissen aus erster Handüber die DOs und DON’Ts der islamischen Verschleierung Bescheid.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ichprobiere chinesische Süßigkeiten und kolumbianischen Kaffee, lerne ein paarWörter Arabisch und lasse mir von der Amerikanerin Salem Insider-Storys überdie Arbeit bei McDonalds erzählen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Manchmalbekommen wir Besuch von Ramy, einem Enkel des ehemaligen tunesischenPremierministers Hédi Nouira, der sich seit drei Monaten in Indien vor seiner„langweiligen und arroganten“ Familie versteckt, und sich seine Zeit und seinGeld hauptsächlich mit Reisen, Lesen, Drogen und seiner polnische Freundin vertreibt,die ebenfalls ein AIESEC-Praktikum macht. Mittags gehen wir manchmal zusammenessen, im rustikalen Restaurant um die Ecke, wo der Kellner jeden Tag in demgleichen abgewetzten Anzug steckt, der ihm mindestens drei Nummern zu groß ist.Das Essen hingegen ist phänomenal, und kann auf Wunsch eingepackt und mit nachHause genommen werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich freuemich über die Gelegenheit, mit einem sehr offenen und breit gebildeten Muslimüber Religion und Philosophie diskutieren zu können, und Ramy ist froh, seit langemwieder einmal seine Landes- und Muttersprache Französisch mit mir sprechen zukönnen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Abendsfahren wir regelmäßig in großen Gruppen zu orientalisch eingerichtetenShisha-Bars, indischen Restaurants in exotischen Gärten oder modernen Clubs,und genießen einen Lebensstil, den wir uns in Europa niemals leisten könnten.Dazu das angenehm warme Klima, die vielen spannenden Menschen und Eindrücke –es fühlt sich an wie Luxus-Urlaub.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Seit kurzemhabe ich auch einen eigenen Roller gemietet, mit dem ich den abenteuerlichenindischen Verkehr auf eigene Faust erleben kann. Nach einer kurzen Eingewöhnungmacht das „kreative Fahren“ richtig Spass, und die geldgierigen Taxi- undRikscha-Fahrer können endlich vermieden werden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-xz0ePMTlfwE/Tw8Jz7w079I/AAAAAAAAAFg/nTTduhzs8kg/s1600/P1040628.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://4.bp.blogspot.com/-xz0ePMTlfwE/Tw8Jz7w079I/AAAAAAAAAFg/nTTduhzs8kg/s640/P1040628.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Heute Abendgeht es ins Kino. Auf meiner TO-DO-Liste für Indien steht nach wie vor, einenBollywood-Film, wie kitschig er auch sein mag, original auf Hindi anzuschauen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Namasté!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-964975245366051254?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/964975245366051254/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/arriving-in-pune.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/964975245366051254'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/964975245366051254'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/arriving-in-pune.html' title='Arriving in Pune'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-KCz9TOTkxQI/Tw8FAj2lL1I/AAAAAAAAAFA/4hqQIMp0Aa8/s72-c/P1040202.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-3025828502184936929</id><published>2012-01-04T20:28:00.001+01:00</published><updated>2012-01-04T20:28:46.765+01:00</updated><title type='text'>Visuelle Happen für zwischendurch...</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt;"&gt;Hier derLink zu einem kurzen Film,&amp;nbsp;zusammenbastelt aus&amp;nbsp;Videoschnipseln, die ich&amp;nbsp;währendmeiner Ausflüge durch Mumbai, Hampi und Karnataka aufgezeichnet habe:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt;"&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=kM3DbNG7o0Q"&gt;&lt;span style="color: #0004c6;"&gt;http://www.youtube.com/watch?v=kM3DbNG7o0Q&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt;"&gt;Enjoy!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-3025828502184936929?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/3025828502184936929/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/visuelle-happen-fur-zwischendurch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/3025828502184936929'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/3025828502184936929'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/visuelle-happen-fur-zwischendurch.html' title='Visuelle Happen für zwischendurch...'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-5667888699966006780</id><published>2012-01-04T20:21:00.002+01:00</published><updated>2012-01-04T20:21:44.709+01:00</updated><title type='text'>Dharavi - 27.12.2011</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mein bisher krassestesErlebnis hatte ich an meinem dritten Tag in Mumbai.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Diesmal gibt es keineFotos, dafür umso mehr Text,&amp;nbsp;denn Kameras waren strikt verboten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Auf Empfehlung einer indienerfahrenenKommilitonin aus Fribourg habe ich mich bei „Reality Tours“ für eine DharaviTour angemeldet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Reality Tours“ isteine soziale Organisation, die verschiedene Führungen durch das &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal;"&gt;wahre&lt;/i&gt; Bombay anbieten, mit öffentlichenVerkehrsmitteln, mit dem Fahrrad, oder zu Fuß. Eben jene Märkte, Tempel undUferpromenaden, die ich bereits eigenständig besucht habe, lassen sich dort mitprofessionellen Guides in Kleingruppen absolvieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das Herzstück ihresAngebotes allerdings ist die Dharavi Slum Tour.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dharavi ist das größteSlum Asiens, liegt eingepfercht zwischen dem Flughafengelände, zweiEisenbahnstrecken, und einem verpesteten und vermüllten Sumpf, der Bombay als Schutzgegen potenzielle Tsunamis dient. Slumdog Millionaire wurde ebenfalls hiergedreht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Für einen Obulus von1000 Rs wird man auf eigene Gefahr für 4 – 5 Stunden mit in die No-Go-Areagenommen. Das Geld kommt sozialen Projekten wie dem dortigen Kindergarten und anderenFörderungsprogrammen für die Bewohner zugute.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wir treffen unsmorgens in Colaba, dem Touristenviertel. Unsere Gruppe besteht aus einemreichen afrikanischen Päärchen aus dem südindischen Kerala, drei aufgewecktenälteren Damen aus den USA, unserem Führer Dillish und mir.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dillish ist in Dharaviaufgewachsen, kennt sich also bestens aus, und beantwortet geduldig unsereFragen, während das Großraumtaxi sich in den Verkehr einfädelt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Wie finden dieSlumbewohner eure Touristentours? Wird das nicht als Armutssafari für Reichewahrgenommen?“ frage ich nach. Trotz meiner unbändigen Neugier habe ichgemischte Gefühle.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Nein, das ist nichtdas Ziel der Tour. Es geht darum, aufzuzeigen, wie hoch der Zusammenhalt unterden Slumbewohnern ist, und wie produktiv sie sind.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wir gehen schnell da durch,wir bleiben dicht zusammen und bleiben nur dort stehen, wo ich stehen bleibe.Wir machen keine Fotos und versuchen, niemanden zu stören. Die Privatsphäre derLeute ist auf jeden Fall zu respektieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Außerdem wissen sieinzwischen, wer wir sind und welche Projekte damit unterstützt werden. Unser Angebothat einen sehr guten Ruf, auch im Slum.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Na gut. Wir fahren ca.anderthalb Stunden durch den dichten Verkehr, Dillish kommentiertvorbeiziehende Bauwerke und Gegenden. Wir passieren zuerst das RotlichtviertelKamatipura und halten dann kurz bei den Dhobi Ghats, BombaysFreiluft-Waschmaschiene, einem Relikt aus britischer Zeit, wo früher dieUniformen der Soldaten gesäubert wurden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und noch heute sinddie unzählbar vielen rechteckigen Steinbecken voll mit Seifenlauge undKleidung, überall wuseln Menschen herum, waschen, schlagen, wringenKleidungsstücke aus. Ihre Behausen sind notdürftig zwischen den Becken undWasserleitungen aufgebaut.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Über dem gesamtenGelände spannt sich ein Spinnennetz aus Wäscheleinen, behängt mit buntenFarbklecksen aus blauen Jeans, weißen Hemden, matt-grünen Krankenhauskittelnund leuchtenden Saris.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Noch eine gefühltehalbe Stunde geht es über die Autobahn, dann endet die Fahrbahn im Nichts, bzw.in einem riesigen fliegenbefallenen Müllberg, dahinter liegt ein umgekippterLaster, wohl schon seit Jahren, quer über allen Fahrspuren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Von hier geht es nurzu Fuß weiter. Zu unserer Linken erstreckt sich der stinkende Sumpf, dicht vonMangroven bewachsen, und zur Rechten der Straße sehen wir uns einem Wall ausgrau-braunen Wellblechhütten gegenüber.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wir treten ein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das erste, was ich bemerke,ist der beißende Rauch. Er ist kaum zu sehen, aber die Luft schmecktunverkennbar nach verbrennenden Reifen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der etwa zwei Meterbreite Weg besteht aus uneben festgetretener Erde mit tiefen Schlaglöchern undStolperfallen. An den Seiten sind unzählige Dinge gestapelt, ob Müll oderGebrauchsgegenstände, vermag ich nicht zu sagen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Menschen sind überall,tragen schwere Lasten auf dem Rücken, schieben Karren, oder stehen in denTürrahmen und starren uns an.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Das ist dasArbeitsviertel.“ erklärt Dillish. „Wir befinden uns gerade beimPlastikrecycling. Alte Plastikbehälter und -gegenstände werden in der Stadtgesammelt oder auf der Müllhalde gesucht, hierher gebracht, geschreddert,gewaschen, getrocknet, eingeschmolzen, und zu kleinen Pellets verarbeitet.Diese werden dann wieder von der Industrie aufgekauft.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Alle Prozesse sind imgroßen Stil durchorganisiert. Es gibt eine hohe Arbeitsteilung und klare Rollenverteilung.Sicherheitsstandards oder Schutz gegen die giftigen Gase und Materialien sindunbekannt. Alles wird von Hand oder mit veralteten dieselbetriebenen Maschinenerledigt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Meine Vorstellung vonarbeitsloser Armut im Slum beginnt sich zu wandeln. Die Leute hier sind allefleißig und beschäftigt, ihre Arbeit jedoch ist mehr als undankbar. Es gibtbeispielsweise noch einen Zweig, der sich mit der Säuberung von alten Öl- undFarbbehältern beschaftigt – die dazu notwendigen toxischen Chemikalien lagernin abgewrackten Schuppen und werden von hustenden Arbeitern bei Bedarf einfacham Unterhemd abgewischt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;In einervollgestopften Hütte, die wir durchqueren, sitzen junge Männer oberkörperfreibei stark gedämpften Licht vor gusseisernen Gestängen und schweißen Nähtezusammen. Hier werden die intern gebrauchten Maschinen für die anderen Bereichehergestellt und überholt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Handschuhe oderGesichtsmasken werden nicht verwendet. „Ein brasilianischer Ingenieur hat vorkurzem sogar welche nach einer Tour gespendet, doch niemand will sie benutzen,eher werden sie verkauft.“ erklärt Dillish.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wir kommen durch einebesser beleuchtete Halle, in der ein Dutzend junge Männer an Nähmaschinensitzen und Saris fertigen. Sie blicken nur kurz auf, und lassen dann wiederflink ihre Hände über die Stoffe gleiten, während ihre wippenden Beine denRhythmus der Nadel angeben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Hier werden sehrbillige Kleidungsstücke gefertigt. Außerdem haben wir noch eineLederverarbeitung ein paar Straßen weiter.“ Die gefälschten Armani-Geldbörsenund Gucci–Taschen bekomme ich später noch zu sehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Vorerst treten wirjedoch in eine Art Scheune, in der sich prall gefüllte Säcke bis unter dieDecke stapeln. Dillish öffnet einen und fischt uns ein paar Plastikteileheraus.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Diese hier sindbereits nach Farbe sortiert, geschreddert, gewaschen und getrocknet worden –bereit zum Einschmelzen. Folgt mir aufs Dach, da sieht man mehr.“ Überwackelige Leiter erreichen wir ein rechteckiges Loch, dass aus dem Wellblechherausgeschnitten wurde. Die Sonne blendet für einen Moment, dann überblickeich plötzlich das gesamte Slum: Ein Flickenteppich aus Wellblech erstreckt sichkomplett um uns herum, weit in der Ferne erkennt man die Wolkenkratzer und Minarett-Türmeder modernen Stadtteile Bombays.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Vom Dach gegenüber winkenuns Jungen um die 15 Jahre. Ihre Aufgabe ist es, den ganzen Tag, auf dem Dachzu stehen, wo die Plastikchips zum Trocknen ausgelegt sind. Hin und wiederschlurfen sie barfuß durch die verschiedenen kleingeschredderten Farbteppiche,um die nassen Kleinteile nach oben und die bereits getrockneten nach unten zumischen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;In der Nähe kann ichauch den Schmelzofen erkennen, der eine tiefschwarze Rauchsäule in denwolkenlosen Himmel abgibt. In den Gassen unter uns eilen Männer aller Altersklassenumher, entweder Plastikmüll oder rostige Farbkanister auf den Rückengeschnallt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Von hier aus sieht dasSlum zwar immer noch beeindruckend groß aus, jedoch gemessen an seinerflächenmäßigen Ausdehnung hätte ich die Bewohnerzahl vielleicht auf 50.000geschätzt. In Wirklichkeit sind es über eine Million.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Den Grund für dieseIllusion erfahre ich bei unserer nächsten Etappe – dem Wohnviertel. Dillishführt uns über staubige Wege weiter, bis wir eine tatsächlich asphaltierteStraße mit Motorrädern, Eseln und Geschäften zu beiden Seiten erreichen. Sogar„Dharavi Restaurant“ lese ich auf einem verstaubten Aushängeschild. Dann gehtes wieder durch verwinkelte Seitenstraßen zwischen Wellblech und niedrigenBacksteinmauern, bis er plötzlich in einer Nische zwischen zwei Hauswändenverschwindet. Den Spalt hätte ich im Leben nicht gesehen. Ich husche denanderen hinterher und sehe erst mal gar nichts.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Stattdessen merke ichwie die Gasse enger wird, ich stoße mit beiden Schultern gegen Widerstände,muss schließlich seitwärts gehen. Auf dem immer noch unebenen Boden tappe ichin Löcher und Pfützen; endlich erkenne ich so etwas wie Trittsteine im Schlamm.Es riecht nach Fäkalien und etwas Unbestimmbares huscht unter bzw. zwischenunseren Füßen vorbei. Eine Katze? Eine Ratte?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Aus unbestimmtenRichtungen hört man nahe Stimmen miteinander reden, Kinder schreien,Kochgeschirr klappern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich blicke nach oben.Der Zwischenraum zwischen den steinernen oder blechernen Wänden ist ebenfalls mitWellblech überdacht, aber so langsam gewöhnen sich meine Augen an dieFinsternis.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Links und rechtsführen Eingänge in die Gebäude hinein, meist mit einem Vorhang abgedeckt, oderman sieht schmale steile Holztreppen, die in Luken zum oberen Stockwerkverschwinden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wo ein Vorhang nichtden gesamten Eingang verdeckt, blickt man in enge vollgestellte Räume mitkochenden oder strickenden Frauen, zu ihren Füßen mindestens zwei bis zu sechsKindern, die aufgeregt „Hi!“ rufen, wenn sie uns erblicken, oder uns ihrekleinen Händchen zum Einschlagen entgegenstrecken.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Andere Kinder stehenan einem improvisierten Kiosk und verhandeln mit den Verkäufern um kostenloseSüßigkeiten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der Weg an sichverläuft nicht geradlinig, nach jeder Wand gehen neue verwinkelte Gassen ab,manchmal sieht man keine zwei Meter weit. Hinter manchen Hausecken kommen unsplötzlich Gruppen von Kindern entgegen, einzelne alte Männer, hinduistische Frauenund muslimische, aufwändig verschleiert. Wir geben unser Bestes, niemandem imWeg zu stehen, und fühlen uns doch etwas außerirdisch in diesem Labyrinth ausengen Gassen und kleinen Kammern voller Menschen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und es ist groß,unglaublich groß. Ich bin froh, dass Dillish die Richtung zielgenau vorgibt,und weiß, welche Sackgassen es zu vermeiden, und welche versteckten Schächte esnehmen gilt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Eindrücke aufunserer vielleicht 20 Minuten dauernden Odyssee sind kaum wiederzugeben - dieMenschen, die Behausungen, die Temperaturen, Gerüche, Geräusche, diese komplettunfassbar andere Realität lässt ein Gefühl zurück, das ich nicht beschreibenkann, irgendwo zwischen Staunen und Mitgefühl.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Plötzlich kommen wirauf eine Art kleiner Lichtung. Gegenüber steht ein vergleichsweise großer Bau,ein gekachelter Kubus mit offenem Dach und einer Rinne zum Füßewaschen davor.Im Innenraum hängen Bilder von hinduistischen Gottheiten, von Jesus, Buddha, jasogar arabische Schriftzeichen, und ein paar Teppiche finden sich auf demBoden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Der Tempel, dieKirche und die Moschee sind zu weit entfernt für die Arbeiter, wenn siezwischendurch beten wollen. Darum haben wir einen gemeinsamen genutzten Andachtsraum.Hier kommen alle Religionen zusammen, ohne Probleme.“ versichert Dillish. Esscheint unglaublich. Aber in einer nahen Handwerkerstraße im muslimischenViertel wird uns sogar eine Schreinerei gezeigt, die sich auf die Produktionvon Hindu-Schreinen spezialisiert hat. Hier leben die Menschen so dichtzusammen, dass die kulturellen Unterschiede zwangsläufig akzeptiert werdenmüssen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das Land gehört jedochnicht den Menschen, die dort leben, sondern der Regierung. Jeden Tag können dieBulldozer kommen und alles plattwalzen, jedoch entstehen dann automatisch ananderer Stelle neue Slums, darum haben sich beide Seiten mehr oder wenigerdamit abgefunden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dillish zeigt uns diedurchschnittliche Wohnung in Dharavi – ein einziger Raum, ca. 10 m² für eineFamilie von 4 – 6 Personen. Dort wird gekocht, geduscht und geschlafen. Undtrotzdem zahlt man in Mumbai immer noch eine Menge Geld für solch eineBehausung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Auf der anderen Seiteist es nicht so unkomfortabel wie man denkt. Die Slumbewohner haben fließendWasser, Strom, teilweise sogar TV-Anschluss. Sie sind also nicht bettelarm,sondern leben einfach nur sehr beengt. Die Probleme, die sich daraus ergeben,sind vor allem hygienische und medizinische. Auch ist die Kriminalität sehrhoch. Eine Menge Kleingangster wohnen und treffen sich hier. Alkoholismus istan der Tagesordnung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Trotzdem entscheidensich viele, im Slum zu bleiben, selbst wenn sie gut bezahlte Jobs als Ärzte,Anwälte oder Softwaretechniker außerhalb des Slums finden. Sie kennen nichtsanderes und haben ihr komplettes soziales Umfeld hier.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Doch die meisten habennicht das Glück der freien Entscheidung, arbeiten seit frühester Kindheit inden körperlich anstrengenden Bereich, tragen Lasten, töpfern und brennenTonkrüge, flechten Körbe oder helfen in der Großbäckerei des Slums aus.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ein kleines Mädchenvon allerhöchstens vier Jahren lässt unsere Gruppe dann unwillentlich insStaunen und Stocken geraten. Mit einer offensichtlich lang eingeübten Routinerollt sie Teig auf einem flachen Stein aus, fegt den Fladen (den man hier Chapattinennt) auf einen kleinen Stapel, ölt den Stein mit einem Fingerwisch neu einund holt sich mit einer flinken Handbewegung den nächsten Teigklops. Erst fünfChapatti später bemerkt sie uns Zuschauer, schaut auf und zeigt uns einstrahlendes Lächeln. Dann fährt sie unbeirrt fort, und Dillish zieht unsweiter.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Kinderarbeit ist inIndien jederzeit präsent. Wie viele Stunden sie täglich arbeiten, ist schwer zusagen, aber man trifft sie überall. Sie nehmen das Eintrittsgeld füröffentliche Toiletten an Autobahnraststätten und anderen touristischen Ortenentgegen, versorgen Läden mit ausverkauften Gütern, servieren an Straßenständenund in Cafés, fegen Straßen, entsorgen Müll, übernehmen einfache handwerklicheAufgaben (z.B. Kokosnüsse schälen), waschen die Wäsche der Familie amFlussufer, verkaufen Postkarten, Blumenkränze und jeglichen Touristenramsch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Doch dieses kleineMädchen in ihrer gleichmütig fleißigen Arbeit und kindlich offenkundigen Freudeüber unsere Anwesenheit, ist doch nochmals ein Stich in das europäisch sozialisierteHerz.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die nächste Stationist nicht besser. Wir verlassen das Häusermeer und kommen einen Platz, derangeblich mal eine Wiese gewesen war. Die vielen Kinder hier spielen aberlängst nicht mehr auf Rasen, sondern auf einem zwei Meter hohen Müllberg. AmRand stehen ein paar quatschende Mütter, beobachten aus der Entfernung dasGeschehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Hinter der Müllkippeerhebt sich eine hohe Betonmauer, das Ende des Slumgebietes. Auf der anderenSeite verlaufen Bahnschienen und dahinter erheben sich mächtige Rohbauten. Dasexplodierende Bombay wächst in den Himmel, um der erstarkenden Wirtschaft und dersteigenden Landflucht Herr zu werden - direkt neben einer Million Menschen, dieim Müll ihre Hütten aufgeschlagen haben und in der giftigsten Umgebungarbeiten, die ich kenne.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und Dharavi ist nurein Slum Bombays von vielen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Noch ein paarStraßenzüge, nun wieder etwas breiter, ein paar Slumszenen mehr, und wir findenden Weg hinaus aus Dharavi, betreten das Büro von „Reality Tours“, trinken heißenChai, fragen Dillish weiter aus und spenden schließlich jeweils vierstelligeRupienbeträge für kostenlose Kindergartenplätze, Englisch- und PC-Kurse. DieseKenntnisse sind die Eintrittskarte in die Welt der besseren Jobs der Stadt,eine echte Chance auf Veränderung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Rückfahrt istruhiger - wir schweigen größtenteils, in unseren Eindrücken versunken.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Den Nachmittagverbringe ich auf Empfehlung meines ehemaligen Geschichtslehrers im „Prince ofWales Museum“, einem imposanten Bau aus englischer Zeit mit wunderschönem Garten,stilistisch zwischen gotischer Kirche und orientalischem Palast, mitten in derInnenstadt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der Besuch ist sehraufschlussreich und soll mir langfristig noch sehr nützlich sein, Feinheitender indischen Kultur besser zu verstehen und mit Detailwissen über diehinduistische Götterwelt zu punkten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ein Hauch von Dharavibleibt meinem Gemüt jedoch den ganzen Tag anhaften, vielleicht sogar bis heute.Die Menschen mögen komfortabler leben als ich erwartet habe, im Sinne vonGrundversorgung und Arbeitsorganisation. Dennoch leben sie in einer Welt, dieuns in jeglichen Aspekten unerträglich erscheinen würde.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und vielleicht ist dasSchockierendste an der ganzen Erfahrung, mit was für einer selbstverständlichenNormalität die Menschen dort ihren Alltag bestreiten. Die kleinen Sorgen, die unserenGeist von Zeit zu Zeit belasten, sind lächerlich im Vergleich. Gebettelt wurdeübrigens kein einziges mal.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und so bin ich auchnicht außer mir vor Wut oder Trauer, als mein Zug nach Varanasi am Abend mit 16Stunden Verspätung angekündigt wird. Stattdessen fahre ich zurück zum Hotel undnehme am nächsten Tag den Bus nach Pune - früher als geplant zwar, aber vollerVorfreude auf die neue Stadt, mein Zuhause für die nächsten zwei Monate.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-5667888699966006780?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/5667888699966006780/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/dharavi-27122011.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/5667888699966006780'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/5667888699966006780'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2012/01/dharavi-27122011.html' title='Dharavi - 27.12.2011'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-1682051488667533500</id><published>2011-12-27T18:19:00.003+01:00</published><updated>2011-12-27T18:19:25.661+01:00</updated><title type='text'>25./26.12. Shopping</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach einem entspanntenSpaziergang an der sichelförmigen Westpromenade der Stadt, die auch um 23:00noch so voller Händlern, Autos, Kutschen, Hupen und spielenden Kindern ist,dass man sich fragt, ob sowas wie Nacht oder Schlaf überhaupt in Bombayexistiert, lasse ich den Tag zwischen all den Menschen hier mit einem süßenChai und einer saftigen Kokosnuss, die allerorten trink- und essbereitangeboten werden, mit dem Blick auf das schwarze Meer ausklingen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der nächste Tagbeginnt erneut mit Wassereimer und Kernseife, und einem ausgiebigen Frühstückbei meinem Lieblingsmuslim um die Ecke.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der heutige Tag istgekennzeichnet vom Stöbern über verschiedenste Basare und Märkte. Im CrawfordMarket gibt es so ziemlich alles, von exotischen Gewürzmischungen bis hin zuHundewelpen. Ich lerne einen netten Führer namens Nairan kennen, der mir dieGeschichte und die Angebote der verschiedenen Märkte erklärt, und mir den Wegzu den Produkten meines Interesses weist. Vor dem Fleischmarkt bleibt erstehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Als Hindu dürfe erdort nicht hinein gehen, erklärt er mir, denn dort werden Kühe von Muslimengeschlachtet und verkauft. Er deutet auf sein rotes Stirnmal und versprichtmir, draußen auf mich zu warten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Was im Innern dagegenauf mich wartet, ist kaum zu beschreiben. Der Reiseführer weist bereits auf dieNotwendigkeit von starken Nerven hin, und diese Szenerie lässt auch michschaudern. In dem rundum offenen Schlachthof liegen überall Überreste vonKadavern verstreut, der Boden ist entweder dreckig oder über und über in Blutgetränkt, an den schmutzigen Wänden blättert der Putz, und von der Decke hängenwuchtige gusseiserne Metzgerhaken. Eine prima Umgebung, falls Bollywood doch nochauf Horrorfilme umsteigen möchte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das grausigste fürmeinen Geschmack sind allerdings die unzählbar vielen dicken schwarzen Krähen,die laut krächzend über die Dachverstrebungen hüpfen und hier und da herunterflattern, um ein Stück Fleisch aufzuschnappen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-ykrYPNxBOEk/Tvn5-2FdMSI/AAAAAAAAADw/MlgyCvWYE6w/s1600/P1040054.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://3.bp.blogspot.com/-ykrYPNxBOEk/Tvn5-2FdMSI/AAAAAAAAADw/MlgyCvWYE6w/s640/P1040054.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich lasse Nairan ausselbigem Anlass nicht allzu lange warte und hole mir eine Wegbeschreibung zumMangalda Market, dem Platz für erlesene Stoffe, prachtvolle Saris und dieweltberühmten indischen Schals. Hier werde ich fündig und kaufe für mich undFreunde beste Qualität aus exquisiter Kaschmiri-Ziegen-Wolle.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-8vkOc4Rm3E0/Tvn7x_1OKAI/AAAAAAAAAD8/iYtc97PbelE/s1600/P1040061.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://4.bp.blogspot.com/-8vkOc4Rm3E0/Tvn7x_1OKAI/AAAAAAAAAD8/iYtc97PbelE/s640/P1040061.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Durch ein paarSeitengassen lasse ich mich wieder in das bunte Treiben der Stadt aufnehmen,probiere rohe Zuckerrohrwürfel (sehr lecker und saftig, nur muss man danach denzerkauten Teil immer wieder auf die Straße spucken, was ich nach indischemVorbild dann auch ungehemmt tue und spaßig finde), probiere meine von Narainbeigebrachten Marathi-Wörter beim Wasserhändler aus („Schukreia! Pani?Dannewatt!“), und bekomme ein erstes Lob für meine Sprachkenntnisse.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dann finde ich meinenWeg zum Mumbadevi-Tempel, dem Namensgeber Mumbais (welches bis vor einigenJahren noch offiziell Bombay hieß und daher synonym verwendet wird). In denStraßen rundherum werden rituelle Opfergaben verkauft: bunte Blumenketten,Räucherwerk, und schmuckvoll geflechtete Papierformen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin;"&gt;Kühe spazieren gemütlichdurch die Straße, Priester erteilen Segenssprüche, singen Mantras, verteilenrote Punkte auf Stirn und Hals – auch ich werde nicht verschont.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-M2XpVBrRRj4/Tvn8LFPPEwI/AAAAAAAAAEI/H9PuWHEn9kg/s1600/P1040083.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://3.bp.blogspot.com/-M2XpVBrRRj4/Tvn8LFPPEwI/AAAAAAAAAEI/H9PuWHEn9kg/s640/P1040083.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Im Vorhof des Tempelsziehe ich dem Beispiel der Inder folgend meine Schuhe aus, Reihe mich in dieSchlange ein, und trotte im Gänsemarsch in das Heiligtum hinein. Ich habe keineAhnung, was nun passiert oder was die Sitte von mir erwartet, aber ich lasse eseinfach mal auf mich zukommen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Gläubigen mitOpfergaben werfen diese den mannshohen Götterstatuen von Vishnu, Shiva, Kali,Ganeesha, Krishna und anderen vor die Füße. Rupienmünzen werden ebenfallsakzeptiert, und da ich keine Opfergaben gekauft habe, entscheide ich mich fürdie Cash-Variante.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Menge trottetweiter und wir umkreisen den kompletten Schrein, während manche an jeder Wandund an jeder Ecke ein kurzes Gebet rezitieren und die weißen Fliesen dabeisanft berühren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mich zieht es in einekleine Seitenkammer. Für 20 Rupien bekomme ich einen Schluck heiliges Wasser zutrinken, einen Segensspruch und eine Auffrischung meines Stirnmales.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-D1fbsX6m2oo/Tvn8eMS3HsI/AAAAAAAAAEU/eyP88aO1QDY/s1600/P1040079.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://1.bp.blogspot.com/-D1fbsX6m2oo/Tvn8eMS3HsI/AAAAAAAAAEU/eyP88aO1QDY/s640/P1040079.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach dieser Zeremonieziehe ich meine Schuhe wieder an und setze mich in den angrenzenden Park. Hierspielend Kinder Cricket, klettern auf den Spielplatzgebäuden herum und lassenselbstgebastelte Drachen aus Zeitungspapier steigen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich muss unwillkürlichan meine Zeit als Kindergärtner in Frankreich denken. Die Kulturen könntenunterschiedlicher nicht sein, aber die Kinder sind hier genauso wie überall aufder Welt – neugierig, frech, und voller freudiger Energie.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der älteste Junge vonvielleicht 12 Jahren bemerkt meine Kamera, spricht mich an, möchte ein Fotomachen. Ich erkläre ihm den Auslöser und los geht’s. Bevor er abdrücken kann,habe ich schon den ersten Frechdachs neben mir. Keine zwei Sekunden später binich umringt von kleinen Köpfen und Händen, die alle einmal knipsen und dieFotos sehen wollen. Ich frage alle nach ihren Namen, lasse sie ihreEnglischkenntnisse austesten und verteile schließlich meine restlichenZuckerrohrwürfel, bevor ich wieder weiterziehe.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-EmVCAGMxtWM/Tvn871FTi-I/AAAAAAAAAEg/iaaaj6zF2VE/s1600/P1040093.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://2.bp.blogspot.com/-EmVCAGMxtWM/Tvn871FTi-I/AAAAAAAAAEg/iaaaj6zF2VE/s640/P1040093.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Den Sonnenuntergang amChurpatty Beach will ich auf keinen Fall verpassen, wandere die plamengesäumtePromenade entlang und genieße die Meeresluft.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7le-niPCBQs/Tvn9dNniOXI/AAAAAAAAAEs/wnocD216-jA/s1600/P1040140.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://2.bp.blogspot.com/-7le-niPCBQs/Tvn9dNniOXI/AAAAAAAAAEs/wnocD216-jA/s640/P1040140.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Am Strand sindunzählige indische Familien und Päärchen unterwegs. Ich stelle mich für ein schmackhaftesBhelpuri an, lege mich in den Sand und lasse mich wieder von den Eindrücken ummich herum begeistern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-qL32QyH2qFs/Tvn9y_XF-dI/AAAAAAAAAE4/AO2gXl8ueEI/s1600/P1040155.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://4.bp.blogspot.com/-qL32QyH2qFs/Tvn9y_XF-dI/AAAAAAAAAE4/AO2gXl8ueEI/s640/P1040155.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Auf dem Rückwegerlerne ich das Busfahren neu. Zwar stehen an Bushaltestelle die Liniennummerauf Hindi und in arabischen Ziffern, jedoch gibt es nirgends einen Fahrplan.Also heißt es wieder durchfragen. Mein Bus kommt näher, wird langsamer... undfährt an mir vorbei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Verdutzt schaue ich hinterher.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„Sir. That was your bus!“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich weiß, aber warum hat er nicht angehalten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;„Oh, bus notstop every time, Sir. You must run and jump!“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Achso.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Den nächsten Bus nehmeich dann tatsächlich rennend, die Türen sind sowieso immer geöffnet (so kannman auch viel besser raushängen, wenn drinnen viel los ist). Mit einemstuntverdächtigen Sprung befördere ich mich und meine Tasche also ins Innere,zahle lächerliche 7 Rs und – stehe im Stau. Einen so hoffnungslos zwischenAutos, Motorrädern und Passanten verkeilten Bus wie den unsrigen auf dernächsten Kreuzung habe ich noch nie erlebt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Aber in Indien gehtalles irgendwie dann doch wie es soll. Man muss nur Geduld haben…&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-1682051488667533500?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/1682051488667533500/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/252612-shopping.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/1682051488667533500'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/1682051488667533500'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/252612-shopping.html' title='25./26.12. Shopping'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-ykrYPNxBOEk/Tvn5-2FdMSI/AAAAAAAAADw/MlgyCvWYE6w/s72-c/P1040054.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-7686371575219419395</id><published>2011-12-27T17:59:00.002+01:00</published><updated>2011-12-27T17:59:40.537+01:00</updated><title type='text'>25.12. – Zwischen Realität und Tourismus</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;In manchen Momentenfühlt sich Indien immer noch sehr unreal an. Soviel habe ich im Vorfeld darübergelesen, so viele Dokumentationen gesehen, und plötzlich stehe ich mitten drin– ein Gefühl als wäre man auf einen Schlag in einen Film teleportiert worden,den man schon viel zu oft gesehen hat.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und so ist mirmanchmal wirklich nur nach Zuschauen zumute. Ich lasse mich durch dasStraßenleben treiben, beobachte, probiere hier und dort, sitze, schreibe, nehmedie Stadt in mich auf. Es kommt vor, dass ich für Stunden kein anderes weißesGesicht zu sehen bekomme. Die Bombayer sind den Anblick aber anscheinendgewöhnt. Ich werde in der Regel ganz nach Art der Großstadt ignoriert, und dasist mir auch recht so.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-vJC_6HoTHP8/Tvn4Q3yBxHI/AAAAAAAAADM/m3IjmV-ttRQ/s1600/P1040082.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://4.bp.blogspot.com/-vJC_6HoTHP8/Tvn4Q3yBxHI/AAAAAAAAADM/m3IjmV-ttRQ/s640/P1040082.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Angesprochen werde ichäußerst selten, meistens Straßenhändler, die Sonnenbrillen, T-Shirts oderanderen Ramsch verkaufen wollen. Im Gegensatz zu manch anderen touristischgeprägten Ländern reicht ein einziges „No!“, ein lächelndes Kopfschütteln odersimples Ignorieren aber aus, um sie die Lust verlieren zu lassen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Noch mehr überraschtmich, wie wenig hier gebettelt wird. Ich hatte Horden mafiamäßig organisierterBettlerheere erwartet. Davon ist hier keine Spur. Im Gegenteil gilt die Regel:Je ärmer die Gegend, desto unwahrscheinlicher wird gebettelt. Die wenigenprofessionellen Bettler sind ausschließlich an lukrativen Stellen um denBahnhof, vorm Strand oder bei anderen Touristenmagneten anzutreffen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-R2JYI99rmzs/Tvn4zSJ0veI/AAAAAAAAADY/xdC6RWdAm1E/s1600/P1040169.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://1.bp.blogspot.com/-R2JYI99rmzs/Tvn4zSJ0veI/AAAAAAAAADY/xdC6RWdAm1E/s640/P1040169.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Manchmal gebe icheinen sehr kleinen Geldbetrag, manchmal teile ich Essen (z.B. Bananen oder meinBhel vom Straßenstand), und manchmal gebe ich auch einfach gar nichts. Kommtganz darauf an wie ich die allgemeine potenzielle Arbeitskraft des Bettelndeneinschätze.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ein gesunder Mann kanntrotz größter Armut immer noch kleine Dienstleistungen anbieten (auf demBürgersteig wird nämlich nicht nur geschlafen oder Ramsch verkauft, sondernauch Bart und Haare gestutzt, Schuhe geputzt, ja manchmal sogar professionellOhren gereinigt) oder Tee feilzubieten, diesen ehrbaren Verdienst unterstützeich lieber mit etwas Geld.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ansonsten kommen dieLeute selten auf einen zu. Manchmal möchten junge Männer mit mir ihr Englischtrainieren und fragen, woher ich komme, erzählen von ihren Familien, vonIndien, oder versuchen mir freundlicherweise den Weg zu erklären, wenn ich maletwas orientierungslos dreinschaue.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Am „Gateway of India“,das auch sehr viele indische Touristen aus dem ganzen Land anzieht, kommt esdann doch soweit: Mehrere Familien wollen sich mit mir fotografieren lassen.Ich dachte erst, ich sollte ein Foto von ihnen zusammen machen, aberstattdessen wollen sie anscheinend lieber einen Weißen in ihre Erinnerungen anden Mumbai–Ausflug verewigen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich komme mit einemAussteiger aus Schweden ins Gespräch. Der etwa 50jährige Rucksacktourist hatvor zwei Monaten seine Wohnung und seinen Job als Schulpsychologe gekündigt, umnun seinen Traum von einer Weltreise zu verwirklichen und dahin zu gehen „wheremy feet take me“. Zwei Stunden genießen wir plaudernd die Sonne, das Meer unddie Tanzaufführungen am Gateway, machen Fotos mit fröhlich lächelnden indischenFamilien, in denen meistens nur der älteste Sohn etwas Englisch spricht, undgehen dann wieder unserer Wege. Solche Begegnungen hat man hier immer wieder,plauscht locker mit Australiern, Amerikanern und Kanadiern, und tauschtErfahrungen und Empfehlungen aus.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach ausreichendErholung und Einbruch der Dunkelheit gegen 18:00 Uhr ziehe ich tiefer hineinnach Colaba, dem Touristenviertel. Verglichen mit dem Rest der Stadt, ist eshier fürchterlich: Die Klischee-Bilder des bettelnden Krüppels im Wägelchen,vom vielleicht 10jährigen Mädchen mit Baby im Arm, und von hemmungslosklagenden grauhaarigen Witwen auf der Straße sind hier alle vertreten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Während man dann durchdie komplett kommerzialisierte Straße des Leopold’s Café (Shantaram-Lesererinnern sich) streift, kann man vor lauter Ramschläden kaum auf demBürgersteig treten. Zum ersten (und bisher letzten) mal sind die Leute wirklichaufdringlich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach einer kleinenVerschnaufpause in einem allzu klimatisierten Nike-Shop, in den anscheinend nurWeiße vom Wachpersonal eingelassen, dafür aber von allen fünf Verkäufernpersönlich mit Handschlag begrüßt werden, umfängt mich wieder die angenehmwarme Meeresbrise der Stadt, voller Duft nach frischer Zuckerrohrlimonade undwürzig-leichtem Sandelholz.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich merke zuerst garnicht, dass die leise raunende Stimme zu mir spricht, die ich plötzlich linksvon mir orte. Ein schmaler Teenager-Junge, einen Kopf kleiner als ich, folgtmir wie ein Schatten. Immer eng bei mir, genau mein Schritttempo einhaltend undso unauffällig, dass er mir selbst nicht aufgefallen wäre, wenn er mir nichtselbst ins Ohr flüstern würde.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;„Do you want Marihuana, Hash? Good quality! Really good stuff! &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Look!”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Er deutet mit einerGeste auf seine Hand, in der sich ein kleiner in Plastikfolie eingewickelterbrauner Klumpen befindet. Ich verzichte und gehe weiter, nach einigen Meternverliert er das Interesse und bleibt hinter mir zurück. Das gleiche Spielpassiert mir noch ein paar mal auf demselben Bürgersteig mit ähnlich jungenDealern. Der letzte erweitert sein Angebot nach meinem Desinteresse an Drogenschließlich noch um Prostituierte, die er mit „cheap and sexy“ anpreist. OhGott, wie ich touristische Orte hasse!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Apropos Gott: „Thereis no Christmas without Jesus“ prangert es von der Leuchttafel der nahegelegenen Wesley-Kirche, dem groteskesten Ort für meinen ersten Tag in derStadt. Man stelle sich eine gotische Kirche vor, die in die billigeWeihnachtsdekoration eines großen Einkaufscenters gezwängt wurde. Die Palmen imVorhof sind über und über mit bunt blinkenden Girlanden umwickelt, genauso wiedie Jahrhunderte alten prächtigen Steinbauten nach unbestreitbar europäischemVorbild.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-5TU00I7rvDs/Tvn5NHEVfII/AAAAAAAAADk/bCmWVuoFI70/s1600/P1040042.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://4.bp.blogspot.com/-5TU00I7rvDs/Tvn5NHEVfII/AAAAAAAAADk/bCmWVuoFI70/s640/P1040042.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das Kirchenschiff istmit einer Doppelreihe wild kreisender ventilatoren ausgestattet und neben demAltar steht ein Plastik-Weihnachtsbaum im selbengrün-blau-pink-gelb-rot-violetten Licht der wild blinkenden Girlanden. Dazusteht die Tür zur Hauptstraße offen, sodass man vor lauter Gehupe (der stetigeSoundtrack der Stadt) seine eigenen Gebete nicht mehr hört.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Merry Christmas!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-7686371575219419395?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/7686371575219419395/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/2512-zwischen-realitat-und-tourismus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/7686371575219419395'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/7686371575219419395'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/2512-zwischen-realitat-und-tourismus.html' title='25.12. – Zwischen Realität und Tourismus'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-vJC_6HoTHP8/Tvn4Q3yBxHI/AAAAAAAAADM/m3IjmV-ttRQ/s72-c/P1040082.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-9030626198036460691</id><published>2011-12-27T17:50:00.001+01:00</published><updated>2011-12-27T17:50:52.935+01:00</updated><title type='text'>25.12. Erste Eindrücke</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach diesemschmackhaften Mittagessen ging es dann zum ersten mal wirklich in dieseverrückte, laute, hektische, und einfach wundervolle Stadt hinein. Beschreibenkann man das nicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mumbai ist ein Ort wiekeiner, an dem ich je war. So viele Menschen wie hier, ihre Sprachen, ihreAlltagsgeschäfte, ihre Bräuche – alles ist bunt, farblich und metaphorischgesprochen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Egal wohin man schaut,es scheint als passiere überall etwas Interessantes. Dort treiben Händler ihreSchachereien, da spuckt ein Mann roten Betelsaft quer über die Straße, einLastenträger rollt seinen Karren zwischen beiden hindurch, entgegen kommen zweiins Gespräch vertiefte Frauen mit prächtigen golddurchwirkten Saris und überallhupt, klingelt oder schreit der Verkehr in den von Menschen verstopftenStraßen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin;"&gt;In der CST Railway Stationist die Hölle los. Wer „Slumdog Millionaire“ gesehen hat, mag sich an dieEndszene in diesem Bahnhof mit Tanzeinlage nach Bollywood-Manier erinnern. Auchheute sind hier unfassbar viele Menschen. Am Metalldetektor, der munter vorsich hin piept, ohne dass es irgendjemanden interessiert, stoße ich beinahe mitzwei buddhistischen Mönchen zusammen. Weiter hinten auf einem Bahnsteig fälltmir ein seltsames Schild auf, das auf extra Waggons für Behinderte undKrebskranke hinweist – inklusiver einer schematischen Krebszeichnung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-r3WuYoJ0724/Tvn1Z4RX9tI/AAAAAAAAACo/1_btbGGEd5o/s1600/P1040050.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://1.bp.blogspot.com/-r3WuYoJ0724/Tvn1Z4RX9tI/AAAAAAAAACo/1_btbGGEd5o/s640/P1040050.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin;"&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Da der Ticketschaltergeschlossen ist, geht es aus dem prächtigen Gebäude, der ehemaligen VictoriaStation, wieder hinaus in die „winterliche“ Hitze.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-NubFsoWJNYk/Tvn2LJnqFuI/AAAAAAAAAC0/6gf7c5Gpaj0/s1600/P1040049.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://1.bp.blogspot.com/-NubFsoWJNYk/Tvn2LJnqFuI/AAAAAAAAAC0/6gf7c5Gpaj0/s640/P1040049.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Filiale derDeutschen Bank wird von einer kleinen Privat-Armee blau uniformierter Wachenmit Holzknüppel bewacht, die mich darauf hinweist, dass sonntags geschlossenist. Warum man dann trotzdem so viele Aufpasser braucht, bleibt mirunverständlich. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dann plötzlich, eineSeitengasse weiter, säumen hohe exotische Bäume eine ruhige Straße. Alteverfallene Herrschaftshäuser im Kolonialstil geben dem ganzen eineIndiana-Jones-hafte Dschungel-Stimmung. Katzen balancieren auf den Dächern undtrinken munter aus den Regenrinnen, während eine Frau einen großen Korb aufihrem Kopf balanciert. An einem kleinen Shiva-Schrein bleibt sie stehen, legtihre Handflächen zum kurzen Gebet aneinander, zieht weiter. Hinter der nächstenEcke weiderum türmen sich Müllberge auf dem Bürgersteig. Darin vergraben sitzeneine Frau und ein Mann, suchen nach wertvollen oder zumindest verwertbarenÜberresten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Noch eine Abzweigungweiter komme ich wieder zu einer Hauptstraße. An dessen Rand wartet einüberladener Stand, der Zuckerrohrlimonade verkauft. Die Zuckerrohrstangenlagern auf dem Dach, werden von Hand geschält und mit einer antik anmutendenGusseisen-Maschine gepresst, mit Zitronensaft vermengt und als kiwi-farbenerdickflüssiger Saft aus Gläsern verkauft.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Als ich die großeMenge trinkender Inder sehe, steigt mein Mut. Das Getränk für 10 Rs istausgesprochen lecker und erfrischend in der Mittagshitze, erinnert michirgendwie an eine Art nicht-alkoholischen Caipirinha – klar, Rohrzucker +Limettensaft.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-hrc3xM4UEO0/Tvn25IieYZI/AAAAAAAAADA/StLsx4LzVjg/s1600/P1040007.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://1.bp.blogspot.com/-hrc3xM4UEO0/Tvn25IieYZI/AAAAAAAAADA/StLsx4LzVjg/s640/P1040007.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dann wieder engeGassen, in denen kleine Kinder zwischen hupenden Autos und gemächlichtrottenden Kühen Cricket spielen. Ein alter brauner Tennisball und ein Palmenzweigreichen vollkommen aus, um Spaß zu haben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dazu gibt es eineunglaublich große Palette an Gerüchen – von lecker oder verführerisch überfremd bzw. unbestimmbar würzig bis hin zu ekelerregend. Am liebsten ist mirjedoch der Sandelholzduft, der einem immer wieder, teilweise an den ungewöhnlichstenOrten, vom Wind zugetragen wird.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Indien, das Land derGerüche.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-9030626198036460691?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/9030626198036460691/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/2512-erste-eindrucke.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/9030626198036460691'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/9030626198036460691'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/2512-erste-eindrucke.html' title='25.12. Erste Eindrücke'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-r3WuYoJ0724/Tvn1Z4RX9tI/AAAAAAAAACo/1_btbGGEd5o/s72-c/P1040050.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-2144498648435375596</id><published>2011-12-27T17:39:00.002+01:00</published><updated>2011-12-27T17:39:46.287+01:00</updated><title type='text'>25.12. Jewan - Essen</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach einemvierstündigen Schlaf in meinem kleinen aber zweckmässigen Hotelzimmer (siehe Foto vom Fensterausblick)&amp;nbsp;lassenmir die Hitze, der Muhedin von der Moschee nebenan und meine eigene Vorfreudekeine Ruhe mehr. Ich dusche – the Indian way – mit einem grossen Eimer, den ichzur Hälfte mit warmem Seifenwasser fülle, welches ich mit einem kleinen Eimerherausschöpfe und über mich leere. Kaum zu glauben wie wassersparend dieseTechnik ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Tw5MuEBbcG0/Tvn0Ck8eplI/AAAAAAAAACQ/GbSmugYZwns/s1600/P1040189.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://1.bp.blogspot.com/-Tw5MuEBbcG0/Tvn0Ck8eplI/AAAAAAAAACQ/GbSmugYZwns/s640/P1040189.JPG" width="480" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dann stelle ich meinenMagen auf die erste Probe. Keine zehn Schritte von meinem Hotel entfernt, hatein Muslim sein Restaurant. Siddharth hatte es mir bereits empfohlen und auchjetzt ist es voller Menschen – alles Einheimische. Ich werte das als gutesZeichen, trete ein, bekomme einen Tisch zugewiesen und eine Karte in die Hand,auf der ich kein einziges Gericht kenne.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich probiere es nachKategorien. „Eggs &amp;amp; Brain“ ist wohl eher nichts für den Anfang. Ichentscheide mich für „Vegetables“ und lasse meinen Finger über den exotischenNamen kreisen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dal Pain, ChanaMasala, Alu Palak… Aus einer Laune heraus bestelle ich Jaipuri. Ich schaue michum. In dem komplett weiß gestrichenen Laden sitzen zwei Dutzend dunkelhäutigeGäste an abgewetzten Tischen und sprechen unverständliche Sprachen, während ander hohen Decke mehrere Ventilatoren ihr Bestes geben. Der Ladenbesitzer intraditioneller islamischer Tracht, komplett in Weiß gehüllt, mit Hut undeindrucksvollem Bart, steht an der Kasse und scheucht die vier oder fünfKellner herum, die wohl alle jünger sind als ich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mein Essen kommt kaumzwei Minuten nach der Bestellung. Es gibt eine Schüssel Reis, eine Schale mit„grüner Soße“ (das muss das Jaipuri sein) und einen Teller mit geschnittenerZitrone. Ich mische den Reis mit der warmen Masse und probiere. Es schmecktausgezeichnet! Ein bisschen scharf zwar, aber je nach Reismenge gutauszuhalten. Ich bestelle Reis nach und lasse nichts übrig.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Die Zitrone esse ichzuletzt. Ob sie dafür oder zum Hände waschen gedacht ist, weiß ich nicht, aberein paar Vitamine können schließlich nicht schaden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der Preis ist lachhaftbillig und das Essen genial. „Chana Masala“ schmeckt beispielsweise einbisschen wie Chili sin Carne mit mir unbekannten Hülsenfrüchten, in Form undGröße am ehesten mit Cashnew-Nüssen vergleichbar.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich war seitdembereits dreimal dort und habe stets etwas Neues probiert, wie auch bei denStänden auf der Straße. Sobald eine Gruppe von Indern etwas Interessantes isst,möchte ich es ebenfalls probieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin;"&gt;Als letztes hatte ich beimeinem Muslim um die Ecke „Dal Fry Puri“, ebenfalls ein super schmackhaftesGericht mit viel Koriander, siehe unteres Foto. Inklusive Reis, Chapati (siehtaus wie ein Pfannkuchen), und heißem Chai (Tee) kostet der gesamte Spaßumgerechnet immer noch weniger als ein Euro.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-TVx5J4dQsE4/Tvn0uhedm_I/AAAAAAAAACc/W9cFsKFo-JE/s1600/P1040188.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://3.bp.blogspot.com/-TVx5J4dQsE4/Tvn0uhedm_I/AAAAAAAAACc/W9cFsKFo-JE/s640/P1040188.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-2144498648435375596?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/2144498648435375596/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/2512-jewan-essen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/2144498648435375596'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/2144498648435375596'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/2512-jewan-essen.html' title='25.12. Jewan - Essen'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Tw5MuEBbcG0/Tvn0Ck8eplI/AAAAAAAAACQ/GbSmugYZwns/s72-c/P1040189.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-765292219632392542</id><published>2011-12-27T17:34:00.001+01:00</published><updated>2011-12-27T17:34:09.578+01:00</updated><title type='text'>25.12. Taxi Taxi</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Erster Eindruck: Esist warm. Nicht heiss, aber drückend warm. Mein Schweizer Winteroutfit wirddrastisch reduziert. Nun ist es angenehm. Da sich Siddharth nicht in dieendlose Warteschlange für Prepaid-Taxis (die sicherste Variante, überteuerteFahrpreise zu vermeiden) einreihen will und ich seinem Hindi ausreichendvertraue, machen wir uns auf den Weg aus den geschützten Flughafen mauern.Sofort strömen Taxifahrer von allen Seiten auf uns zu und reden auf uns ein.Ich halte mich strikt hinter Siddharth, der auf die abgehende Strassezusteuert. Entschuldigung, ich meine natürlich Autobahn. Mit Rollkoffer undUmhängetasche geht es nun gefühlte 10 Minuten über den Asphalt, immer auf derschmalen unsichtbaren Geraden hinter Siddharth, der ein Gespür dafür zu habenscheint, wie man zwischen den rasant an uns vorbeirauschenden Taxis auf dereinen Seite und den parkenden Autos und den wartenden Bettlern (manche davonsicherlich noch vor ihrem 6. Geburtstag) auf der anderen Seite gefahrloseinhergehen kann.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Schließlich spricht ereinen Rikscha-Fahrer an. Kaum wurden zwei Sätze gewechselt, stehen plötzlich andie 10 Männer um uns herum und beginnen wild gestikulierend aufeinandereinzureden. Ich verstehe kein Wort. Und so langsam frage ich mich, ob ich nichtdoch lieber auf die Prepaid-Taxen hätte warten sollen. Es ist dunkel und um unsherum sind außer einer großen Autobahnbrücke und einigen Wellblechhütten nurnoch auf dem Boden schlafende Menschen und streunende Hunde zu sehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;„It’s OK! I made a deal with the Rikshaw driver. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Get in!”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Allein meinReisekoffer füllt die gesamte einzige Sitzreihe hinter dem Fahrer. Mit denRollen im Rücken und den Händen ans Dach geklammert fühle ich wie der Fahrerbeschleunigt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Oh Gott, auch nochLinksverkehr. Aber die Fahrt macht auf seltsame Art und Weise Spaß. Erinnertmich irgendwie an die Kirmesattraktionen von früher. Wilde Maus imungesicherten Waggon.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wo wir auch hinfahren,es bleibt heruntergekommen und schmuddelig. Mehr Hunde, mehr Hütten, mehrschlafende Menschen auf dem Bürgersteig. Und gleichzeitig bin ich nichtgeschockt, nicht angewidert oder frustriert. Ich bin glücklich. Endlich Indien,endlich da!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Und was verglichen mitEuropa ärmlich aussieht, ist verglichen mit Europa unendlich faszinierender.Nach 48 Stunden mit weniger als 6 Stunden Schlaf ist von Müdigkeit keine Spur.Aufregend ist diese fremde Welt, ich weiß zeitweise gar nicht, wohin ich alserstes hinschauen soll.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wir halten an derAuffahrt zur echten Autobahn. Umsteigen ins Taxi, gehört alles zum Deal. DerRikscha-Fahrer muss unsere Weiterfahrt aushandeln, davon hängt sein Anteil anden anfänglich vereinbarten 400 Rupien [Rs] ab. Eine clevere Idee vonSiddharth, fällt mir auf – so bleibt uns selbst das erneute Feilschen erspart.Der Taxifahrer bleibt hart, es werden Flüche und Verwünschungen ausgetauscht,die ich (vermutlich glücklicherweise) nicht verstehe, dann geht es weiter.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Da sich in dem kleinenkastenförmigen Ambassador auch kein Platz für meine Tasche und das übrigeGepäck findet, wird diese einfach auf das Dachgitter geworfen. EineEntscheidung, die mir noch Nerven kosten wird.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Dann nehmen wir aufden pinken-schwarzen Sitzen mit Tigermuster Platz, nicken kurz der rotenelefantenköpfigen Ganeesh-Statue über der Mittelkonsole zu, und düsen los. DieStadt lässt zum ersten mal ihren Kontrastreichtum durchblicken: ZwischenKloaken und Slums ragen moderne Wolkenkratzer hervor wie Tempelsäulen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der Fahrerbeschleunigt, obwohl direkt vor uns ein man auf die Strasse tritt, um dieachtspurige Autobahn zu Fuß zu überqueren. Haarscharf kommen wir an dem Mannvorbei, der mit einer schlafwandlerischen Sicherheit gemächlich geradeausläuft. Zu allem Überfluss putzt er sich dabei auch noch die Zähne.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Tschak! Das ersteSchlagloch. Mit Sorge gleiten meine Augen nach oben. Hoffentlich passiert meinerTasche nichts. Der Fahrer muss sie vergessen haben, sonst würde er nicht soschnell fahren, schließlich ist sie nicht festgemacht. Tschak! Das zweiteSchlagloch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Gerade als ich denFahrer bitten möchte, etwas vorsichtiger zu fahren, setzt dieser zumÜberholmanöver an. Er beschleunigt auf 100 km/h und schert aus… in dieGegenfahrbahn! Auf der Autobahn! Ich sage nichts in diesem Moment – ich kanngar nichts sagen. Ich bin erst überrascht, dann froh noch zu leben, undletztlich amüsiert über mich selbst.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Tschak! Das dritteSchlagloch, vom Dach ist ein Rumpeln zu hören. Blitzschnell drehe ich mich um.Ist da im Dunkeln gerade etwas heruntergefallen? Länger schweigen geht nicht.Ich rede zuerst auf den Taxifahrer, dann auf Siddharth ein. Mein sorgenvoller Protestwird lachend übergangen: „First time India, eh?! &lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;No worries. Ican see your bag in the mirror.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;OK, dann lasse ichmich eben darauf ein. Trotzdem frage ich alle zwei Minuten nach, ob meineTasche noch sichtbar ist – nur so zur Sicherheit. Dazwischen erklärt mirSiddharth die Stadt, zeigt auf vorbeiziehende Slums, Parks und Hochhäuser, aufdie Orte, an denen er gewohnt, gefeiert und gelacht hat. Und manchmal ist sogarer erstaunt über die Veränderungen. Vor allem die Umweltverschmutzung sei vielschlimmer geworden in den zwei Jahren, die er nicht hier war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;„You‘ve been too longin Switzerland, eh?!“, gebe ich grinsend zurück. „Yeah, maybe…“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wir tauschen Nummernund Emailadressen aus, und ich wünsche ihm eine schöne Urlaubswoche mit seinerFamilie und seinen Freunden. Geld von mir für die Taxifahrt Hilfe lehnt erstrikt ab.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin;"&gt;„You can offer me a beer inFribourg when you’re back.” &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 11pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin;"&gt;Deal.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-765292219632392542?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/765292219632392542/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/2512-taxi-taxi.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/765292219632392542'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/765292219632392542'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/2512-taxi-taxi.html' title='25.12. Taxi Taxi'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-7659058591971096927</id><published>2011-12-27T17:33:00.000+01:00</published><updated>2011-12-27T17:33:05.161+01:00</updated><title type='text'>24./25.12. Travel Trouble</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Wow! Bombay istunglaublich, kaum in Worte zu fassen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Ich weiß nur, dass esmir hier gefällt. Bin ich verrückt, wenn es sich hier mehr danach anfühlt,zuhause zu sein anstatt in der Fremde?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Aber der Reihe nach,die Reise verlief ja nicht gerade nach Plan…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Freitag Abend machteich mich also auf die Reise und nahm den letzten Zug nach Genf, um morgensrechtzeitig einzuchecken zu können. Die Nacht auf dem vorweihnachtlichenFlughafen war eher unterdurchschnittlich gemütlich, vor allem ob der Sorge umHab und Gut, von Laptop bis Bargeld.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Von Genf nach Zürichverging die Reisezeit wortwörtlich wie im Flug - kaum hatten wir Reisehöheerreicht, meldete sich der Captain, teilte uns witzigerweise mit, dass wir unsnun über Fribourg befinden und zum Landeanflug ansetzen. Als er die Ansage aufEnglisch wiederholte, waren wir bereits über Bern. So klein ist die Schweiz.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Mit dem Handgepäckgings es nun also nochmal in die Duty-Free-Zone in Zürich, wo man u.a.exzellente Schweizer Schokolade feilgeboten bekommt, was ich direkt alsbrauchbares Gastgeschenk deutete. Wie gut diese nun mit den Temperaturenzurecht kommt, werde ich spätestens in Pune erfahren…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Der Airport Zurich istbermerkenswert grösser als Genf. Zum jeweiligen Gate wird man mit einer Artkitschiger U-Bahn befördert, in der fernklingendes Gejodel undhinterschwelliges Kuhglockengebimmel jegliche Touristenherzen höher schlägenlässt. Die Tür öffnet sich dann zu einem langgezogenen „Muuuh!“. Die Hindushier wären begeistert!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Nach diesem erstenKulturschock ging‘s dann ab in den Flieger, eine vollbesetzte Maschiene vollerInder – und mir. Welcher Europäer ist schließlich so blöd, den komplettenWeihnachtstag im Flugzeug zu verbringen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Das muss sichzumindest unser Pilot gedacht haben, denn kurz nach Istanbul drehte er„aufgrund eines technischen Problems“ kurzerhand um und flog zurück nachZürich. In der allgemeinen Entrüstung lernte ich meinen Nebensitzer kennen,Siddarth, ein Bombayer, der seit ein paar Jahren im schweizerischen Kanton Zugfür eine grosse Trading-Firma arbeitet. Stahl, Nickel, Kobalt – aus Afrika oderBrasilien nach Indien, Russland oder China – oder je nach Preislage auchumgekehrt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Seine Bekanntschaftsollte mir später noch sehr nützlich sein, doch vorerst unterhielten wir unsüber gemeinsam gelesene Bücher wie Shantaram und Siddhartha, über denUnterschied zwischen indischen und europäischen Frauen, und natürlich überIndien.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Glücklicherweise hatteman schnell einen Ersatzflug gefunden, der alle Passagiere mit ca. 8 StundenVerspätung doch noch nach Bombay fliegen sollte. Die breite Videothek der SwissInternational Airline kommt in solchen Situationen mehr als gelegen. Vor allemden Film „Beginners“ kann ich sehr empfehlen. Das Flugzeugmenü hingegen ehernicht. Zweimal Weihnachtstruthahn aus der Alufolie muss echt nicht sein…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Verdana&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Alles andere lief dannjedoch problemlos. Und der zauberhaft schöne nächtliche Blick auf Istanbul,Teheran und Bombay kann für so manches entschädigen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-7659058591971096927?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/7659058591971096927/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/242512-travel-trouble_5880.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/7659058591971096927'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/7659058591971096927'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/242512-travel-trouble_5880.html' title='24./25.12. Travel Trouble'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-6136394785962052133</id><published>2011-12-23T20:46:00.003+01:00</published><updated>2011-12-23T20:46:57.350+01:00</updated><title type='text'>Und plötzlich ist es soweit...</title><content type='html'>Wow! Das ging schneller als erwartet. Zwischen Prüfungsvorbereitung, Weihnachtsstress und Abschiedsfeiern rinnt die Zeit nur so davon und plötzlich steht man mit gepackten Koffern in seinem Zimmer und fragt sich, wie es denn nun tatsächlich soweit sein kann.&lt;br /&gt;Aber nur Mut, ich bin gut vorbereitet (siehe Foto) und mit sämtlichen guten Tipps, frohen Glückwünschen und mütterlichen Ratschlägen ausgestattet, sodass ich vorerst optimistisch in dieses Abenteuer starten kann.&lt;br /&gt;In einer Stunde sitze ich im Zug nach Genf, in 11 Stunden beschleunige ich gerade auf dem Rollfeld, und in 24 Stunden bin ich bereits ein weiterer Gestrandeter auf Mumbais International Airport...&lt;br /&gt;So langsam wird es&amp;nbsp;spannend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Y2cA0Xl699s/TvTajgetOjI/AAAAAAAAACE/k9vr4LC55DY/s1600/P1040002.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="480" src="http://1.bp.blogspot.com/-Y2cA0Xl699s/TvTajgetOjI/AAAAAAAAACE/k9vr4LC55DY/s640/P1040002.JPG" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-6136394785962052133?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/6136394785962052133/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/und-plotzlich-ist-es-soweit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/6136394785962052133'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/6136394785962052133'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/und-plotzlich-ist-es-soweit.html' title='Und plötzlich ist es soweit...'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Y2cA0Xl699s/TvTajgetOjI/AAAAAAAAACE/k9vr4LC55DY/s72-c/P1040002.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-6492766081211153900</id><published>2011-12-14T17:34:00.003+01:00</published><updated>2011-12-14T17:34:50.632+01:00</updated><title type='text'>Halleluja!</title><content type='html'>Endlich ist es soweit, das Arbeitsvisum wurde in letzter Minute bewilligt und fliegt mir per Kurier entgegen.&lt;br /&gt;Alles andere hätte mich auch in arge organisatorische Schwierigkeiten gestürzt. Auf ein Backpacker-Urlaub bin ich derzeit in etwa so gut vorbereitet wie Europa auf die Schuldenkrise.&lt;br /&gt;Einziger Unterschied: Ich habe mir gestern bei Amazon einen unauffälligen&amp;nbsp;Ledergürtel mit Geheimfach für grössere Geldsummen gekauft, sodass ich selbst nach unvorhersehbaren&amp;nbsp;Überfällen oder Verlust (an)&amp;nbsp;der Börse flüssig bleibe.&lt;br /&gt;Beruhigend zu wissen, dass ich für die kommenden zwei Monate einen Arbeitsplatz, eine feste&amp;nbsp;Wohnung&amp;nbsp;und verlässliche Ansprechpartner bei AIESEC und ZF haben werde.&lt;br /&gt;Die touristischen Ausflüge sind natürlich nicht gestrichen. Vor allem am Wochenende möchte ich viel reisen und die jetzige Situation erlaubt es mir darüber hinaus, mir ein eigenen Scooter zu mieten, sodass ich auch im Alltag mobil und nicht auf Taxis/Rikshas angewiesen bin.&lt;br /&gt;Ein Europäer ohne Rollererfahrung im indischen Verkehr -&amp;nbsp;wenn das mal kein Abenteuer für sich gibt...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-6492766081211153900?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/6492766081211153900/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/halleluja.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/6492766081211153900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/6492766081211153900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/halleluja.html' title='Halleluja!'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-959938383894957026</id><published>2011-12-12T16:57:00.002+01:00</published><updated>2011-12-12T16:57:38.393+01:00</updated><title type='text'>Auf dem heissen Stein...</title><content type='html'>Und noch immer ist nicht raus, was genau ich in Indien tun werde.&lt;br /&gt;Mein Schicksal liegt schon seit geraumer Zeit in den Händen des indischen Konsulates in München. Die Entscheidung, ob mir ein Arbeits- bzw. Trainingsvisum für mein Praktikum&amp;nbsp;gewährt wird, muss wohl noch etwas ausgiebiger aus dem Kaffeesatz gelesen werden, denn seit ca. anderthalb Monaten steht diese Frage im Raum.&lt;br /&gt;Mal wird ein persönliches Statement von mir gefordert, dann ein Einladungsschreiben der Firma, dann doch nochmals ein finanzieller Nachweis über meine eigene&amp;nbsp;Bonität und nun hüllt man sich wieder gekonnt&amp;nbsp;in Schweigen.&lt;br /&gt;Die definitive Entscheidung hatte ich für heute erwartet, wurde nun aber doch wieder auf Mittwoch vertröstet. Problematisch dabei ist, dass mir&amp;nbsp;so langsam die Zeit davon läuft, und selbst der "Notfallplan Touristenvisum" dann terminlich sehr knapp wird.&lt;br /&gt;Schliesslich könnte ich die gebuchten zwei Monate auch mit Reisen zubringen, wenn es denn nicht anders geht. Und eine zweimonatige Praktikantentätigkeit ohne Entsendung und Kostenübernahme aus Deutschland ist leider noch so aussergewöhnlich, dass mir niemand eine (Miss)erfolgsprognose aussprechen will. Da bleibt nur Warten...&lt;br /&gt;Doch für den Ernstfall kämen mir sicherlich viele Ideen, womit man die zwei freien Monate füllen könnte: eine&amp;nbsp;Meditationswoche im buddhistischen Kloster, Teeauslese in Darjeeling, Ruinenerkundung in Hampi, Strandurlaub in Goa, Bergwanderung im Himalaya, Tempeltour in Varanasi, Slumabenteuer in Mumbai, Basarshopping in Neu-Delhi oder einfach nur Backpacking querfeldein...&lt;br /&gt;Eine indienerfahrene&amp;nbsp;Freundin meinte vor kurzem zu mir, realistisch gesehen bräuchte man ein Jahr pro Bundesstaat - und von denen gibt es in Indien 28!&lt;br /&gt;Also selbst wenn es mit dem Arbeitsvisum nichts mehr werden sollte, langweilig wird es sicher nicht...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-959938383894957026?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/959938383894957026/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/auf-dem-heissen-stein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/959938383894957026'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/959938383894957026'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/auf-dem-heissen-stein.html' title='Auf dem heissen Stein...'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6431210574964514692.post-2980163449925366003</id><published>2011-12-07T22:11:00.001+01:00</published><updated>2011-12-07T22:19:48.172+01:00</updated><title type='text'>Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-AMkgDZN6wK8/Tt_VrLzq2YI/AAAAAAAAAA4/kHVbHr8WWXw/s1600/Flug+Reservierungsnummer.bmp" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="273" src="http://1.bp.blogspot.com/-AMkgDZN6wK8/Tt_VrLzq2YI/AAAAAAAAAA4/kHVbHr8WWXw/s640/Flug+Reservierungsnummer.bmp" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Der erste Schritt ist getan, der Blog erprobt, die Reise kann beginnen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6431210574964514692-2980163449925366003?l=calamaresjoe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/feeds/2980163449925366003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/auch-der-langste-weg-beginnt-mit-dem.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/2980163449925366003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6431210574964514692/posts/default/2980163449925366003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://calamaresjoe.blogspot.com/2011/12/auch-der-langste-weg-beginnt-mit-dem.html' title='Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.'/><author><name>CalamaresJoe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08003902242559027761</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-AMkgDZN6wK8/Tt_VrLzq2YI/AAAAAAAAAA4/kHVbHr8WWXw/s72-c/Flug+Reservierungsnummer.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
