Nach einer
Übernachtung im Wartebereich von Delhis internationalem Flughafen (übrigens die
gemütlichste Nacht des gesamten Trips) geht es morgens weiter mit dem Flieger
nach Amritsar, spirituelles Zentrum des Sikhismus nahe der pakistanischen
Grenze.
Die Stadt
ist Zeuge verschiedener historischer Proteste und deren blutiger Auflösung
durch vormals britische und in neuerer Zeit auch indische Truppen, die die
Unabhängigkeitsbestrebungen der Sikhs bisher stets zu überwinden wussten. Diese
machen gerade mal 2% der indischen Gesamtbevölkerung aus, aber hier im
Bundesstaat Punjab sind sie in absoluter Mehrheit, was wiederkehrend den
Nährboden für separatistische Bestrebungen bildet.
Und so ist
mein erster Eindruck auch geprägt von mit Stolz getragenen, üppigen Bärten und
bunten Turbanen, die das gesamte Stadtbild zu beherrschen scheinen. Ansonsten
wirkt der Norden allgemein etwas ärmer als die verwestlichten Städte Bombay und
Pune, dafür aber auch „echter“, traditioneller, authentischer.
Bevor ich
mein erstes Etappenziel, den legendären goldenen Tempel, das oberste Heiligtum
der Sikhs erreiche, werde ich von einem jungen Mann angesprochen, der mir
anbietet, mich später zur Flaggenzeremonie an die pakistanische Grenze zu
fahren.
Er muss
Gedanken lesen können, das steht tatsächlich auf meiner heutigen Agenda, aber
100 Rupien scheinen mir doch etwas verdächtig wenig für die einstündige Fahrt
plus Wartezeit. Ich stelle ihn auf die Probe, indem ich seine Gastfreundschaft
teste, lasse mir die Stadt erklären und mich durch überfüllte Straßen zum
besten einheimischen Restaurant führen, das er kennt.
Ein „Tout“ (wie die
betrügerischen Kundenanwerber an den Touristenorten genannt werden) hätte
längst die Geduld verloren. Er bekommt seine 50 Rupien Anzahlung und wir
verabreden uns für 15 Uhr zur Abfahrt.
Nun teste
ich erstmal das Lokal und gönne mir ein ausgedehntes Frühstück à la carte. Das
Chana Masala, das Paratha und der Chai sind tatsächlich ausgezeichnet.
Vor dem
Eingang zum Tempel befindet sich riesiges kostenloses Schuhabgabe-Center, wo
man rund um die Uhr sein Schuhwerk deponieren kann, da man den Sakralbau nur barfuß
und mit Kopfbedeckung betreten darf. Ich kaufe noch schnell einem Straßenjungen
eine Art Piratentuch ab, dann eilen auch schon bärtige Turbanträger herbei, die
hier ihre freiwillige Fronarbeit im Dienste Gottes verrichten, indem sie meine
Treter in die verschachtelten Gängen aus Schränken, Schubladen und hölzernen
Fächern davontragen. Zum Tausch erhalte ich eine abgegriffene Metallplakette
mit einer verschnörkelten Nummer in Hindi darauf.
Weiter geht
es zur Waschstation. Ein Imperium aus kleinen Wasserhähnen flankiert die
gesamte Straße. Erst mit sauberen Händen darf man zum Fußwaschbecken vorrücken.
Was auf den
ersten Blick an den Eingang ins Freibad erinnert, ist hier heiliges Ritual.
Unter den strengen Blicken der mit Krummschwertern bewaffneten Tempelgarde wird
in dem flachen Bassin ausgiebigst vom großen Zeh bis zum Hacken alles gewaschen
und gesäubert, dazu Mantras und Gebete gemurmelt, das Wasser zum Salben und
Heiligen verwendet - ja teilweise sogar getrunken.
Ich begnüge
mich jedoch damit, mein Kopftuch leicht zu benetzen und mit rutschigen Füssen
die weißen Marmortreppen emporzusteigen. Der gesamte Komplex ist von jeweils
einem Tor in jeder Himmelsrichtung umschlossen, was die Offenheit der Sikhs
gegenüber allen Menschen und Religionen symbolisieren soll.
Auf der anderen
Seite führen die Treppen der wieder hinab in den gewaltigen rechteckigen
Palasthof, der von weiteren marmornen Bauten und Mauern umschlossen ist und
einen kalten klaren See einfasst. In dessen Mitte, und nur über eine schmale
Brücke zu erreichen ragt der fein verzierte und ausnahmslos mit Gold überzogene
Tempel aus dem Wasser, ein Juwel ohnegleichen.
Unermüdlich,
ja unendlich scheint es, zieht ein Pilgerheer im Uhrzeigersinn um das riesige
Becken. Tausende Menschen trotten das Ufer entlang, einige baden zeremoniell im
eiskalten Wasser, andere rasten am Rand unter den schneeweißen Arkaden.
Der gesamte
Ort strahlt trotz der vielen Besucher einen Frieden und eine Ruhe aus, die kaum
beschreibbar ist. Dazu sickert aus den überall versteckten Lautsprechern ein
mystischer Gesang, der rund um die Uhr live aus dem Inneren des Tempels
übertragen wird. 24 Stunden am Tag werden die Gebete von den Hohepriestern
aufrechterhalten, die Anlage schließt nie. Viele Gläubige schlafen sogar hier,
während die gesungenen Mantras wie gleichförmige Wellen über die
Wasseroberfläche wehen.
Mit dem
ersten Schritt auf den kalten Marmorweg verschmelze auch ich mit der gemächlich
dahinfließenden Masse aus gläubigen Sikhs und ehrfürchtigen Pilgern, werde eins
mit der Musik, der Ruhe, und der Schönheit dieses Ortes.
Ein paar
Stunden verwehen bis ich mich an die Abmachung mit meinem Stadtführer erinnere,
dann mache ich mich auf den Rückweg, hole meine Schuhe ab und finde mich am
verabredeten Platz ein.
Vor Ort
wartet bereits australischer Backpacker auf den gleichen Transport. Wir
verstehen uns gut, tauschen Reiseanekdoten aus, witzeln über kulturelle Fauxpas
und Fettnäpfchen.
Dann
erscheint der junge Mann wieder, mit acht weiteren indischen Touristen im
Schlepptau. Durch den zähen Verkehr drängeln wir uns bis in ein nahegelegenes
Parkhaus, wo uns ein zahnloser Fahrer vor einem rostigen Jeep willkommen heißt.
Ich beginne langsam zu verstehen wie der unschlagbar günstige Preis zustande
kommt.
Dann sitzen
wir auch schon zu dritt auf dem Beifahrersitz, der Rest quetscht sich weiß Gott
wie auf die hinteren Plätze. Aufgrund des akuten Sauerstoffmangels, der Wärme,
und der Nacht auf dem Flughafen falle ich noch vor Verlassen der Stadt in einen
betäubten Schlaf. Von einer Sekunde auf die andere sind wir an der Grenze zu
Pakistan, laufen den letzten Kilometer über einen militärisch abgeriegelten
Highway zum Grenzposten.
Hier wird
jeden Abend feierlich die offizielle Grenzschließung inklusive Fahnenappell zum
Sonnenuntergang zelebriert, was sich im Laufe der Zeit zu einem
volksfestartigen Spektakel entwickelt hat. Längst wurden riesige steinerne Zuschauertribünen
in Form eines römischen Theaters für die jubelnde Menge an Schaulustigen
installiert.
Doch eines
habe ich nicht bedacht: Es ist der 26. Januar, Republic Day.
Genau vor 62 Jahren ist die Verfassung der unabhängigen
indischen Republik in Kraft getreten, ein offizieller Feiertag. Das bedeutet, dass heute noch mehr stolze
Inder gekommen sind, um „Hindustan“ zu loben und nebenbei noch den Erzfeind
Pakistan in Grund und Boden zu schreien, das auf der anderen Seite die exakt
gleichen Zuschauertribünen errichtet hat, um in dem kindischen Spektakel
mithalten zu können.
Sämtliche
Plätze sind hoffnungslos überbevölkert, es werden bereits Hunderte von Menschen
am Eingangstor abgewiesen.
Doch wir
haben Glück: Ausländische Besucher werden auf die reservierte VIP-Reihe
gelassen, und so werden auch mein australischer Freund und ich nach kurzer
Gesichtskontrolle vom Militär am Sonderposten durchgewunken und ganz nach vorne
geführt.
Dort sind
die Feierlichkeiten bereits voll im Gange: Eine traditionelle Tanzgruppe wird
von volkstümlicher Live-Musik begleitet.
Die in kunterbunte Saris gekleideten Frauen
singen, klatschen und drehen sich, bis die Musik aus den Lautsprechern
plötzlich zu bekannten Bollywood-Rhythmen umschlägt und die Tänze wilder
werden. Die Menge tobt, brüllt und feiert sich, überall werden im Takt der
Musik Flaggen geschwenkt.
Danach
betritt eine Kinderschar im Grundschulalter die Bühne, um die Geschichte der
Unabhängigkeit Indiens nachzuspielen, inklusive grausam mordender Briten und
Gandhi mit Wanderstab.
Der finale
Akt in geht in tosendem Applaus unter, die Kinder verneigen sich und alle Augen
blicken zu den brüderlich nebeneinander wehenden Bannern Indiens und Pakistans.
Das Flaggenkommittee wird unter grölenden Rufen und den aufheizenden
Kommentaren eines Moderators vereidigt, bevor es zur Grenzlinie galoppiert.
Galoppieren
nicht wegen etwaigen Pferden, sondern deshalb, weil das Marschieren in den
leicht lächerlich wirkenden Uniformen je prestigeträchtiger sein soll, desto
höher man die Beine dabei hebt – manche hauen sich regelrecht ihr eigenes Knie
ins Gesicht. Mir kommen dabei augenblicklich Monthy Pythons „Silly
Walks“-Sketche in den Sinn, alle anderen schauen fasziniert und stolz brüllend
zu.
Unter
Trompetenschall werden die Flaggen gleichzeitig Stück für eingeholt, gefaltet,
und mit elterngleicher Fürsorge zurückgetragen. Die Grenze ist nun offiziell
bis zum Sonnenaufgang geschlossen. Der Jubel brandet in der Treppentribüne,
dann wird wieder Musik gespielt und die Leute springen tanzend und feiernd auf
den zuvor abgesperrten Mittelweg.
Nach dem überschwänglichen
Spektakel schnappe ich mir meinen Kollegen von Down-Under und wir brausen im
überfüllten Jeep zurück nach Amritsar. Diesmal ist die Stimmung ausgelassen,
wir singen Bollywood-Songs, die mir mehr und mehr vertrauter werden und teilen
unterwegs gekaufte Snacks.
Die Stadt
ist bereits in tiefschwarze Nacht gehüllt und ich mache mich nochmals auf zum
Goldenen Tempel.
Vor der zeremoniellen Waschung kaufe ich auf Anweisung meiner
Kollegen bei ZF India noch mehrere eiserne und goldene Bangles an einem kleinen
Seitenstand, das sind die typisch indischen Armreifen.
Sie werden mich auf
meiner Reise stets begleiten und alle besichtigten Heiligtümer physisch
berühren. Ein Teil der spirituellen Energie - auch völlig fremder
Glaubensrichtungen - soll so auf das Schmuckstück und dessen Träger übermittelt
werden. Meinen Chef Ravisu und meine Kollegin Paromita habe ich seit meiner
Rückkehr zu keinem Zeitpunkt ohne den schützenden Talisman am Handgelenk
angetroffen, und da ich mehrere verschiedene Größen besorgt habe, ist sogar
Ravisus 4jähriger Sohn bestens versorgt.
Auf dem
Gelände herrscht eine gespenstische Stimmung und das nachtschwarze Wasser liegt
schwer in dem marmorweißen Innenhof, der im Schein des Halbmondes ätherisch
leuchtet. Und wieder ist es der raunende Gesang der Mantras, der den gesamten
Eindruck abrundet und auf seltsame Art und Weise mit Magie erfüllt.
Es sind
kaum noch Menschen zu sehen und daher beschließe ich, nun endlich auch das
Innere zu besichtigen. Im Gänsemarsch geht es über den schmalen und reich
verzierten Marmorsteg bis zum stockenden Eingang. Immer wieder werfen sich
Gläubige vor der Türschwelle auf den Boden, eine Geste ehrfürchtigen Respekts.
Auch ich
berühre die Türschwelle mit der (guten) rechten Hand, mache aus Mangel an
Alternativen eine Bekreuzigungsgeste und trete in den funkelnden Minipalast.
Im
Innern finde ich nun auch endlich den Ursprung der Gesänge: Drei Hohepriester
sitzen hinter einem überdimensionierten Buch, der Heiligen Schrift der Sikhs,
und rezitieren unermüdlich dessen Verse, dazu werden Musikinstrumente gespielt
und die Spenden von den Pilgern eingesammelt, die pausenlos auf ausgelegte
samtrote Kissen regnen und in blütengefüllte silberne Schalen wandern.
Dutzende
von Menschen sitzen mit geschlossenen Augen leise mitbetend oder still
meditierend in den Ecken. Während mich die Masse an nachrückenden Besuchern
weiterschiebt, muss ich aufpassen, niemandem auf Hände oder Füße zu treten.
Der
gegenüberliegende Ausgang führt auf eine halbrunde Veranda, von der aus man das
heilige Seewasser abschöpfen darf. Auf dem rutschigen Marmor stehen ganze Großfamilien
trinkend und weihend, manche füllen kleine Philiolen für den heimischen
Gebrauch.
Während ich
mir ebenfalls einen Schluck gönne, schwimmen im Scheinwerferlicht mächtige Kois
und Goldfische vorbei wie schwerelos gleitende Fleischpakete.
Dann lasse
ich mich ebenfalls an der Außenfassade nieder, atme die sandelholzgetränkte
Luft ein und schließe die Augen. Die gesamte Atmosphäre und deren Wirkung auf
den Geist ist unbeschreiblich.
Nach
unschätzbarer Zeit stehe ich auf, kehre in den Innentempel zurück und steige
die hohen Treppen hinauf. Auch hier ist alles aus einwandfreiem weißen Marmor
gefertigt, der erste Stock ist komplett mit rotem Teppich ausgelegt und die
Wände beherbergen eine Vielzahl an Regalen mit Kopien und Übersetzungen der Heiligen
Schrift, die von den Pilgern ausgeliehen und studiert werden.
Im Zentrum
befindet sich eine kreisrunde Tribüne, von der aus man auf das heilige Zentrum,
die Hohepriester mit dem gewaltigen Kodex, hinunterblicken kann. Auch hier
sitzen überall Menschen tief in Kontemplation versunken, tauchen meditierend in
die Musik, in sich, in Gott selbst ein. Ich tue es ihnen gleich.
Nach einer
betörend langen Stunde verlasse ich das Heiligtum wieder, schweren Herzens und
mit langsamen Schritten.
Zurück am
Ufer gibt es eine gesegnete Speise für jede bittende Hand. Die warme breiige
Masse schmeckt süß und nahrhaft, eine einfache Zubereitung aus Getreide und
Honig, aber sie tut gut und macht meinem Magen Lust auf mehr.
In einer
hinduistischen Gesellschaft, in der Kasten- und Geschlechtszugehörigkeit einen Großteil
der Menschen entrechten, hat sich der Sikhismus als eine Gegenbewegung
entwickelt, die niemanden mehr diskriminiert, und damit große Popularität in
den unterprivilegierten Schichten der Bevölkerung erlangt, wurde jedoch immer
wieder gewaltsam unterdrückt, sowohl von Hindus als auch von Muslimen.
Ein
Charakteristikum der sozialen Offenheit dieser Religion sind die öffentlichen Speisesäle,
die sich bei jedem Tempel finden und kostenlose Mahlzeiten für alle anbieten, ohne
gesellschaftliche Trennung. Hier werden täglich tausende Münder mithilfe
freiwilliger Köche und Tellerwäscher gestopft, und auch ich will probieren.
Ich spende
eine kleine Summe, nehme mir ein Tablett mit Schüssel und lasse mich nach dem
Händewaschen in der riesigen Halle nieder, auf der erstbesten freien Matte
zwischen zwei indischen Familien. Ein Essenausteiler wirft mir im Vorbeigehen
zwei Chapatis auf das Tablett und haut eine Kelle Dhal in meine Schüssel.
Dhal ist
das Standardgericht der armen Leute, ein stark gewürzter Brei aus allen Arten
von eingekochten Hülsenfrüchten und Gemüse, je nach dem, was gerade verfügbar
ist. Ausschließlich mit der rechten Hand reiße ich nun meine Chapati-Fladen in
mundgerechte Happen, belade sie mit Dhal und genieße mein typisch indisches
Abendessen zwischen Menschen, die mir nicht fremder sein könnten, und mit denen
ich doch mehr teile als Nahrung und Platz allein.
Dann beeile
ich mich zurück zur Schuhausgabe und bin pünktlich kurz vor Mitternacht am
Busbahnhof, wo mein Sleeper Bus schon auf die Abfahrt nach Delhi wartet.
Es wird
schlimmer als Hampi.
Anfangs
noch froh über den geräumigen Liegeplatz muss ich schnell feststellen, dass die
Zelle für zwei Personen gedacht ist, und mein Kajütengenosse entpuppt sich als
übergewichtiger Inder mit besorgniserregender Schlafapnoe.
Nach etwa
einer halben Stunde bedrängten Ohrensausens mache ich die nächste folgenschwere
Entdeckung: Undichte Fenster, die mit zunehmendem Fahrtwind und
fortschreitender Nacht mehr und mehr eiskalte Luft einlassen.
Da mag
jetzt einer denken: „Der hat gut Reden, sitzen wir bei zweistelligen Minusgraden
in Europa und der beschwert sich über schlechtes Wetter in Indien.“
Aber man
muss bedenken, dass der Punjab im kontinentalen Nord liegt und die nächtlichen
Temperaturen im Januar zwischen 2 und 4 °C liegen. Außentemperatur ist bei
rundum offenen Fenstern mehr oder weniger gleich Innentemperatur, sodass ich
nach einer weiteren halben Stunde meine Füße nicht mehr spüre und mit
steifgefrorenen Fingern meine T-Shirts aus der Reisetasche fische, um so etwas
wie eine improvisierte Patchwork-Decke auf meine dünne Jeans zu legen.
Eine
weitere zittrige Stunde später bin ich bereits so verzweifelt auf der Suche
nach Wärme, dass ich bedächtig an meinen schnarchenden Bettgenossen heran
rutsche, der natürlich prompt aufwacht und verärgert die Kabine verlässt.
Mehr Platz,
mehr Durchzug, mehr Kälte, und noch keine Spur von Delhi. Ich versuche die
Lücken mit meinen Socken zu stopfen, knete meine tauben Zehen und verfluche
meine unvollständige Reiseausrüstung.
Diese Nacht
schlafe ich keine Sekunde, doch der heiß dampfende Chai, den ich am nächsten
Morgen früh um 6 in Delhi an einem notdürftig zusammengezimmerten Straßenstand
trinke, ist der beste meines Lebens!
Nicht alle beschriebenen Erlebnisse sind beneidenswerte act`s, die man selbst wahrnehmen müsste, aber es gehört wohl immer dazu. Ansonsten hinterlassen Deine Beschreibungen eine Tiefe, die einem die Atmosphäre förmlich fühlen lässt. Die Entscheidung, Indien als Auslandsaufenthalt zu wählen, war nicht nur richtig sondern wird tiefe Spuren in Deinem Leben hinterlassen. Mach weiter so und lass`uns teilhaben, es macht einfach nur riesigen Spass.
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