Und noch immer ist nicht raus, was genau ich in Indien tun werde.
Mein Schicksal liegt schon seit geraumer Zeit in den Händen des indischen Konsulates in München. Die Entscheidung, ob mir ein Arbeits- bzw. Trainingsvisum für mein Praktikum gewährt wird, muss wohl noch etwas ausgiebiger aus dem Kaffeesatz gelesen werden, denn seit ca. anderthalb Monaten steht diese Frage im Raum.
Mal wird ein persönliches Statement von mir gefordert, dann ein Einladungsschreiben der Firma, dann doch nochmals ein finanzieller Nachweis über meine eigene Bonität und nun hüllt man sich wieder gekonnt in Schweigen.
Die definitive Entscheidung hatte ich für heute erwartet, wurde nun aber doch wieder auf Mittwoch vertröstet. Problematisch dabei ist, dass mir so langsam die Zeit davon läuft, und selbst der "Notfallplan Touristenvisum" dann terminlich sehr knapp wird.
Schliesslich könnte ich die gebuchten zwei Monate auch mit Reisen zubringen, wenn es denn nicht anders geht. Und eine zweimonatige Praktikantentätigkeit ohne Entsendung und Kostenübernahme aus Deutschland ist leider noch so aussergewöhnlich, dass mir niemand eine (Miss)erfolgsprognose aussprechen will. Da bleibt nur Warten...
Doch für den Ernstfall kämen mir sicherlich viele Ideen, womit man die zwei freien Monate füllen könnte: eine Meditationswoche im buddhistischen Kloster, Teeauslese in Darjeeling, Ruinenerkundung in Hampi, Strandurlaub in Goa, Bergwanderung im Himalaya, Tempeltour in Varanasi, Slumabenteuer in Mumbai, Basarshopping in Neu-Delhi oder einfach nur Backpacking querfeldein...
Eine indienerfahrene Freundin meinte vor kurzem zu mir, realistisch gesehen bräuchte man ein Jahr pro Bundesstaat - und von denen gibt es in Indien 28!
Also selbst wenn es mit dem Arbeitsvisum nichts mehr werden sollte, langweilig wird es sicher nicht...
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